Luxusproblem bei Wahl des Plauener Seniorenbeirats

Eigentlich handelt es sich um ein Luxusproblem. Nachdem Ende vorigen Jahres mehrere Mitglieder des Seniorenbeirats, einschließlich dessen Vorsitzenden, das Handtuch warfen, weil sie entweder etwas kürzer treten wollten oder ihre Arbeit seitens der Stadtverwaltung nicht genügend gewürdigt sahen, machten sich für das Gremium Neuwahlen erforderlich.

Und während Vereine jedweder Ausrichtung nicht selten händeringend nach Ehrenamtlichen suchen, signalisierten für den neunköpfigen Seniorenbeirat zehn Bürger ihre Bereitschaft zum Mittun. Bereits in der Stadtratssitzung im Mai hatte sich die CDU dafür stark gemacht, alle zehn Bewerber zu berücksichtigen und auf eine Wahl zu verzichten. Doch der gut gemeinte Antrag wurde abgeschmettert, es kam zur namentlichen Abstimmung. So weit, so lange noch nicht gut.

Denn die Christdemokraten fochten die Wahl mit Erfolg an, unter anderem weil der OB mit abgestimmt hatte, was die sächsischen Gesetze nicht vorsehen. Nun unternahm CDU-Fraktionsvorsitzender Hansjoachim Weiß namens seiner Partei einen neuerlichen Vorstoß. Laut Satzung soll der Seniorenbeirat aus neun Personen bestehen, bei einer Einigung der Stadträte sind allerdings Ausnahmen möglich. Doch die dachten gar nicht daran, sich zu einigen und so wurden sie erneut an die Wahlurne gebeten, nachdem Dieter Rappenhöner argumentiert hatte, dass man auch nicht 20 Personen in den Beirat wählen könnte, hätten sich so viel beworben.

Letztlich bissen Ulrich Götze als letzten mit 17 Stimmen quasi die Hunde. In dem Gremium vertreten sind künftig Klaus Schatz, Christa Süß, Siglinde Unglaub, Ludwig Bergmann, Erika Künzel, Bernd Metzner, Klaus Pfeifer, Dieter Schmidt und Josef Teufel. tp