Luxus-Scheune am Dreiländereck

Viel, sehr viel Geld ist für die Planungen des sogenannten Zentrums für Biodiversität "Arte Noah" zwischen Neuhausen und Asch ausgegeben worden. Ergebnis: keins. Das Projekt ist gescheitert und von der Stadt Rehau abgeblasen worden. Die Gemeinde Eichigt macht es besser.

Eichigt/Ebmath - Sehr viel Geld hat auch die Gemeinde Eichigt für die "Scheune Dreiländereck" investiert. Ergebnis: Nach gut einem Jahr und drei Monaten Bauzeit ist das gut 800 000 Euro teure Gebäude fast fertig. "Das ist eben der Unterschied", macht Bürgermeister Christoph Stölzel auf Anfrage unserer Zeitung deutlich - und freut sich zusammen mit der Ebmather Dorfgemeinschaft über den gelungenen Bau und "die hervorragende Arbeit von Handwerkern und von Architekt Jens Taubert".
Nach dem Aus für "Arte Noah" kommt der luxuriös ausgestatteten Ebmather Scheune Dreiländereck jetzt eine ganz neue Bedeutung bei der touristischen Entwicklung am Grünen Band zwischen Mödlareuth, Hranice (Rossbach) und Asch zu. Aufgewertet werden soll laut Bürgermeister Stölzel auch das Dreiländereck Böhmen-Bayern-Sachsen. Unter Regie der Stadt Rehau sei jetzt en Landschaftsarchitekturbüro mit der Erarbeitung einer Machbarkeitsstudie beauftragt worden.
In den nächsten Wochen werden in Ebmath die Außenanlagen mit Spielplatz gestaltet. Nicht etwa mit Betonformsteinen, sondern mit langlebige Granitpflaster-Steine sollen das Gelände "mit Stil und Charakter verschönern".
Zusammen mit dem Naturpark Erzgebirge/Vogtland werde die Gemeinde an der vorhandenen Scheune auch ein ornithologisches Projekt umsetzten. Das heißt: Nistkästen für Mauersegler, Schwalben, . . . und Käuze.
Genutzt werden soll die Scheune Dreiländereck selbstverständlich für lokale Feiern und Festlichkeiten. Erster großer Höhepunkt dürfte das Ebmather Scheunenfest im Sommer des nächsten Jahres werden.
Aber: "Wir schauen gerne über den Tellerrand hinaus", meint der Bürgermeister. Von deutsch-tschechischen Begegnungen, Ziel und Start von Wanderungen am Grünen Band, Seminare, Verbandsversammlungen - das neue Zentrum am Dreiländereck lädt schon jetzt zum Kommen ein.crs