Linke übt Kritik am Einsatz der Polizei

Der Kreisvorstand Vogtland-Plauen der Linken äußert Kritik am Einsatz der Polizei am 1. Mai bei einer Demonstration im Stadtzentrum von Zwickau. Im Anschluss an die Maikundgebung der Gewerkschaft im Vogtlandgarten in Plauen sind 45 Personen, darunter Linke, Jusos und Mitglieder von Attac Vogtland mit einem Bus nach Zwickau gefahren.

 

Hier sollte gemeinsam mit anderen antifaschistischen Kräften der beabsichtigte Marsch der NPD durch Zwickau verhindert werden. Das sollte mit Sitzblockaden und Wegfahrsperren geschehen.  Die Personen des Plauener Busses postierten sich mit hunderten friedlichen Demonstranten um den Bahnhof herum. Es ist nicht gelungen, den Marsch der Nazis vom Bahnhof über die Reichenbacher Straße ins Zentrum zu blockieren. Ein übergroßes Polizeiaufgebot sicherte den Aufmarsch der NPD ab.

 

"Bedauerlicher Weise sind an diesem Tag die Beamten durch unangemessene Härte gegenüber den friedlich Demonstrierenden aufgefallen", sagt Linken-Kreisvorsitzende Michaele Wohlrab in einer Mitteilung. "Einer jungen Frau wurde mit dem Helm vor die Brust gestoßen, was Blessuren hervorrief, Leute hart weggeschubst und am Boden Sitzende unsanft weggetragen. Als Skandal bezeichne ich die Tatsache, dass die Nazi-Kundgebung vor dem mit Kindern gefüllten Rummelplatz stattfand", so die Vorsitzende.

 

Aus Sicht der Polizei verlief der Einsatz "weitestgehend friedlich". Die Personen der Blockade seien mehrfach daraufhingewiesen worden, die Straße zu räumen. Darauf reagierten sie jedoch nicht, so Polizeisprecher Jan Meinel auf Anfrage. "Es war nicht gewaltsam."    mar