Linienbus rutscht in Seitengraben

Schnee und Kälte vertreiben im Vogtland die vorfrühlingshaften Gefühle. Der Winter gibt sich keine Blöße und bringt noch einmal viel Schnee in die Region.

Plauen - Schnee und Glätte haben am Dienstag den Verkehr behindert. Im Bereich der Polizeidirektion Zwickau ereigneten sich zwischen 0 Uhr bis 12 Uhr insgesamt 56 Verkehrsunfälle, bei denen ein 51-jähriger Autofahrer in Wildenfels starb und fünf Personen verletzt wurden. Im Vogtland wurden über den ganzen Tag knapp 20 Unfälle gezählt, die meist mit Blechschäden endeten.

Ein Linienbus kam am Mittag von Oelsnitz kommend kurz vor Tirpersdorf in einer Linkskurve von der Fahrbahn ab und landete im Seitengraben. Der einzige Fahrgast, eine 82-jährige Frau wurde ebenso wie der 29-jährige Busfahrer mit Prellungen behandelt.

Der Schneefall behinderte vor allem den Berufsverkehr, sagte Martina Schöniger vom Lagezentrum der Polizei in Zwickau, in den Morgen- wie in den Nachmittagsstunden. Der Winterdienst war rund um die Uhr im Einsatz, die Polizei warnte vor Schneeglätte.

Auch auf der A 72 und A 4 kamen Fahrzeuge ins Rutschen. "Es gibt eine erhebliche Zunahme von Unfällen in diesen Bereichen", sagte ein Sprecher des Verkehrswarndienstes in Dresden. Auch zwei Landstraßen waren gesperrt, an Steigungen blieben Lastwagen hängen. Bis heute sollen im Bergland bis zu 30 Zentimeter Neuschnee und im Tiefland zwischen 5 und 10 Zentimeter fallen, sagte Meteorologe Robert Scholz vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Leipzig. "Und es wird kälter."

Wer angesichts des milden Wetters der vergangenen Tage schon auf Frühling hoffte, muss warten. Händler und Wintersportgebiete frohlocken, Auto- und Lastwagenfahrer sind genervt. va