Limitierte Uhren zum Markneukirchner Stadtjubiläum

Auch wenn hörbar die Zeit verrinnt, hat das Ticken der Wanduhren in der kleinen Werkstatt des Markneukirchner Uhrmachermeisters Frieder Köckeritz doch auch etwas Beruhigendes. Einen alten Zeitmesser wieder in Gang zu setzen oder gar mit einer Gravur zu versehen, erfordert Fingerspitzengefühl und innere Ruhe.

 

Wenn die sich mal nicht gleich einstellen will, greift der Handwerksmeister gern auch einmal zu Trompete, die griffbereit neben der Werkbank ihren Platz hat.  Frieder Köckeritz ist mit der Musikstadt fest verwurzelt, war über zehn Jahre lang im Gewerbeverein engagiert. Gemeinsam mit seiner Frau Regina kam er auf die Idee, eine gravierte Jubiläumsuhr zu schaffen, wenn Markneukirchen nächstes Jahr 650 Jahre wird.

Die Vorlage hierfür stammt von Johannes Hentschel und zeigt Nicolaikirche, Trompete und Geige. "Entstanden ist die von Hand ausgearbeitete Vorlage wahrscheinlich anlässlich eines einstigen Klassentreffens", vermutet Frieder Köckeritz. Der Markneukirchner Graveur Johannes Hentschel weihte Uhrmachermeister Köckeritz in viele Geheimnisse der Graveur-Kunst ein. "Ich habe den bescheidenen Mann sehr geachtet. Leider ist er im letzten Jahr gestorben." So lebe auch das Werk von Johannes Hentschel durch die Stadt-Uhr auf gewisse Weise weiter, freut sich Frieder Köckeritz.

Bis zum 1. Advent nimmt er in seinem Uhrenfachgeschäft, Kirchstraße 1 in Markneukirchen, Bestellungen für die Uhren entgegen. Erhältlich ist sie als Damen- oder Herrenuhr, einmal mit Goldauflage und schwarzem Ziffernblatt oder als modernere Version aus Edelstahl. Mit Schweizer Uhrwerk versehen, kostet jede Uhr 89 Euro. Die Stückzahl wird wahrscheinlich bei 100 Uhren liegen. "Es hat schon einmal eine limitierte Stadt-Uhr gegeben, mit dem Paulus-Schlössel drauf", erinnert sich der Markneukirchner Uhrmachermeister. Wer also ein besonderes Geschenk sucht, sollte sich die in geringer Stückzahl gefertigte Städte-Uhr sichern. Denn eine Neuauflage wird es nicht geben. Marlies Dähn