Leubnitz diskutiert Schlossgebühr

Auf der einen Seite stehen die zu erwartenden Einnahmen, auf der anderen die Kriterien für die Zahlungspflicht der Benutzer.

dass die Nutzung der Räume des Schlosses zum Beispiel für Gesellschaften repräsentativer Hochzeiten mit Partycharakter mit Kosten verbunden wird. Nicht aber über die Einführung von zusätzlichen Gebühren für die Trauung im "Weißen Saal". Der sei schon immer als Trauungsraum genutzt worden und nie kostenpflichtig gewesen. Ebenso wäre es kontraproduktiv, etwa Vereinen Kosten aufzuerlegen.

Dazu führte Heinz Reichardt an, dass es widersinnig wäre, den Vereinen, deren Mitglieder das gesamte Jahr ehrenamtliche Arbeit leisteten, für ihr Wirken im Schloss Gebühren abzufordern. Der Ortschaftsrat konnte sich auch nicht festlegen, welche um das Wohl der Gemeinde verdiente Bürger kostenfreie Nutzung zu erwarten hätten. "Dort ist es schwierig, Abgrenzungen vorzunehmen", sagte Maren Wolf.

Laut Ortsvorsteher Eberhard Prager würde auch das Bürgerhaus veröden, wenn dort von Vereinen Gebühren erhoben würden. Zur nächsten Ratssitzung erbat Prager Vorschläge, die nach Prüfung und Wertung dann dem Gemeinderat vorgelegt werden sollen. Es müsse vermieden werden, im Ort eine negative Wirkung der Diskussion aufkommen zu lassen, wie sie leider mit der schon in Umlauf befindlichen Fremdenverkehrsabgabe zu verzeichnen sei.