"Lessing" ist ab April größer

Das Lessing-Gymnasium in Plauen besticht durch seine modernen Lehr- und Lernmethoden. Davon konnten sich am Samstag die Eltern und zukünftigen Schüler bei einem Tag der offenen Tür überzeugen.

Plauen - Derzeit lernen hier 670 Schüler ab der 5. Klasse. Rund 98 Prozent von ihnen werden die Schule mit dem Abitur verlassen, erzählte Schulleiter Frank Maik Richter. Es werde fast in allen Klassenstufen vierzügig unterrichtet. "Die Schule ist ausgelastet."
 Diese Situation wird sich im April entspannen. Dann sollen acht neue Klassenzimmer für die 5. und 6. Klassen bereitstehen. Der Anbau wird weitere 8 Nebenräume beherbergen. Alle neuen Klassenräume sind mit Internetanschlüssen für Laptops, mit Beamer, interaktiven und Kreidetafeln sowie Dokumentenkameras ausgerüstet. "Wir bieten dann eine gute Verbindung von traditionellen, bewährten und modernen Unterrichtsmethoden", ließ der Pädagoge wissen. Man habe sich bewusst für herkömmliche Kreidetafeln entschieden. In einigen Fächern lassen sich beispielsweise Herleitungen von Aufgaben besser erklären. Ein Internet-Anschluss in jedem Raum sei für die Schule ein Wunsch. In Eigeninitiative habe man das bereits für viele Klassenzimmer geschaffen und könne dadurch Beamer und Computer optimal nutzen.
Stolz berichtete er weiter, dass, trotz des Wegfalls der Bildungsempfehlungen aus den Grundschulen, alle Schüler gute Lernergebnisse bringen. Eine Auswertung der bisherigen Leistungen habe ergeben, dass sich die Schüler in alle Richtungen entwickelt haben. "Es muss keiner befürchten, in die Oberschule wechseln zu müssen."
Frank Maik Richter berichtete weiter von einem ganz neuen Profil der Bildungseinrichtung. Zu den Naturwissenschaften und der Fremdsprache Spanisch kommt ab dem kommenden Schuljahr das sportlich-biologische Profil hinzu. Es wird eine fächerverbindende Vernetzung von Sport, Biologie und Physik werden. Ab der 8. Klasse werden zwei Stunden Sport in der Schwimm- und Sporthalle sowie auf dem Freigelände hinzukommen. Außerdem wird wöchentlich in einer Theoriestunde Sportbiologie/Sportmedizin, Biomechanik, Sport und Gesellschaft unterrichtet. Besondere Voraussetzungen würden nicht benötigt, erklärte Lehrer Stefan Worbs.
Während des Tages der offenen Tür führten Schüler der Klassen 8 bis 12 durch das gesamte Haus. Sie beantworteten Fragen und erzählten aus dem Schulalltag. Auf einem Durchlaufplan waren alle Stationen eingetragen, die besucht werden sollten. Es konnten kleine Aufgaben gelöst werden, bei denen Schüler oder Lehrer halfen.
Am Ende der Tour kam man in der Aula an. Hier stellten die Ganztagsangebote ihre Arbeiten vor. Ein eindrucksvolles Bühnenprogramm sorgte für Abwechslung und für das leibliche Wohl sorgten viele Verkaufsstände. Sogar eine Almhütte bot Spezialitäten an.    FKE