Lenk sieht deutliches Einsparpotenzial im Landratsamt

 

Bis zu 20 Prozent Einsparpotenzial sieht Landrat Dr. Tassilo Lenk in seiner Behörde: Von heute 1150 Stellen könnten also bis zu 230 wegfallen. "Wir wollen das ohne Kündigungen bewerkstelligen sondern über Stellen, die frei werden und die wir nicht wieder besetzen, bei Altersabgängen zum Beispiel."

Das Thema "Arbeitsplatzabbau" kam auf in einem Pressegespräch zum Kreistag am Donnerstag, bei dem ein hauptamtlicher Seniorenbeauftragter bestellt werden soll. Auf eine behördeninterne Ausschreibung hin, hatten sich sieben Bewerber gemeldet. Nach der Vorauswahl entscheidet der Kreistag heute zwischen der 51-jährigen Dolmetscherin Andrea Sachs, die halbtags in der Ausländerbehörde arbeitet, und Dagmar Nauruhn, einer 50-jährigen Staatswissenschaftlerin aus dem Jugendamt. Der Seniorenbeauftragte ist eine Halbtagsstelle.

Lenk sieht keine Probleme, die Lücken mit den verbleibenden Kollegen zu füllen, die in der Ausländerbehörde oder im Jugendamt entstehen. "In den Jahren nach der Bildung des Vogtlandkreises 1996 haben wir 550 Leute sozialverträglich abgebaut, damals lag das Konsolidierungspotenzial sogar bei 40 Prozent. Jetzt, nach der Eingemeindung der Stadt Plauen in den Vogtlandkreis sprechen wir von 20 Prozent."

 

Von Uwe Färber