Lenk: "Mit Olympia weg aus zweiter Reihe, ran an Spitze"

Olympische Winterspiele 2024 in Sachsen - ja oder nein? An dem mutigen Vorschlag des Altenberger Bürgermeisters Thomas Kirsten scheiden sich auch im Vogtland die Geister. Landrat Tassilo Lenk und Klingenthals Bürgermeister Thomas Hennig finden die Idee gut.

Klingenthal/Plauen - "Ja ich unterstütze Thomas Kirstens Vorschlag, wir brauchen solche Menschen, die mit frischen Ideen loslegen. Wir als Wintersportregion Sachsen müssen raus aus der zweiten, dritten Reihe - rauf ins Spitzensegment", sagt Lenk und nennt als Werbeträger Medaillen-Sportler wie Erik Frenzel, Richard Freitag, Björn Kircheisen. Wenn das Vogtland mit der Schanze dabei wäre, Chemnitz/Dresden mit Eislaufflächen, Altenberg mit der Bobbahn, Oberwiesenthal mit Langlauf und Tschechien mit seinen Abfahrtsstrecken, könnte Sachsen leistungsfähig für Olympia 2024 sein. Sowohl Lenk als auch Thomas Hennig erfuhren per Telefonanruf am Dienstag ganz kurzfristig von Thomas Kirsten von dessen Olympia-Idee.

"Wir wollen sehen, ob das nur Spinnerei bleibt", sagt Lenk. Hennig sieht mit Olympia 2024 vor allem Chancen, die Infrastruktur im oberen Vogtland auf Vordermann zu bringen. Warum sollte die bei Falkenstein/Neustadt endende Göltzschtal-Trasse nicht bis Klingenthal führen und so eine schnelle Zufahrt an die A 72 schaffen?, stellt er in den Raum. Freilich stehe Klingenthal vor Unterbringungs- und Parkplatzproblemen für geschätzte 50 000 Zuschauer, und die Stadt habe so gut wie keine Eigenmittel. Kopfzerbrechen bereitet Hennig, dass Sachsen über keine olympiatauglichen Abfahrtstrecken verfügt.

Mit Tschechien im Boot, wäre das Problem gelöst. VFC-Präsident Manfred Deckert ließ am Mittwoch durch seinen Sprecher ausrichten, dass er sich zu Olympia-Spekulationen nicht äußern wolle. Auch VFC-Geschäftsführer Alexander Ziron zeigt sich reserviert. "Ich habe mir darüber weder positive noch negative Gedanken gemacht." Momentan habe man mit den Vorbereitungen für den Weltcup genug zu tun. cze