Lehrfilm vom Liberty Convoy entsteht

"Wir haben die Aufgabe Geschichte in die nächsten Generationen hinein zu tragen", sagt Andreas Bräuer, einer der aktiven Gestalter des Liberty Convoy 2010, der vor einigen Tagen durch das Vogtland zog. Das Organisationsteam traf sich gestern in Plauen noch einmal, um Resümee zu ziehen.

 

"Es war ein tolles Erlebnis. Wir haben neue Freunde gefunden", freut sich Christian Pöllmann von ad astra. Noch immer sei das Wochenende Gesprächsthema und habe einen enormen Zuspruch erfahren, so der Veranstalter. Viele Zeitzeugen melden sich Auch im Nachhinein melden sich noch viele Zeitzeugen, die Material zur Verfügung stellen wollen und von damals berichten, sagt Pöllmann: "Daraus wollen wir einen Film machen. Das historische Material, Zeitzeugenberichte und die Aufnahmen vom Convoy soll dann auch für den Schulunterricht Verwendung finden", kündigt Pöllmann bei der Bilanz gestern an. Neben dem Dank an alle Helfer und Organisatoren, müsse auch den Bürgern ein Lob ausgesprochen werden. "Die Bevölkerung hat so warmherzig reagiert und sich wirklich interessiert. Noch jetzt schicken die Veteranen fast täglich Mails und sind wirklich beeindruckt, von dem was sie hier erfahren haben. Sie würden trotz der anstrengenden Reise jederzeit wieder kommen", berichtet Mitorganisatorin Petra Macht. Propaganda lässt Amis kalt Über die rechte Propaganda seien die Einheimischen mehr erschrocken, als die Amerikaner. "Sie haben eine unglaubliche Toleranz gezeigt. Tom Stafford, der damals als Sergeant die Sprengung der Elsterbrücke verhinderte, sagte zu mir, dass sie damals selbst für die Meinungsfreiheit dieser Leute gekämpft haben", so Bräuer. Die Polizei habe immer und überall gute Arbeit geleistet. Die Motorradstaffel habe die Fahrzeuge stets zusammengehalten und alles gut gemanagt, waren sich alle einig. Während sich die einen von den Veteranen, die teilweise mit ihren Familien anreisten, fotografieren ließen und Autogrammen holten, erfuhren andere ganz neue geschichtliche Fakten, die selbst sehr Interessierten bisher verborgen blieben. Viele emotionale Momente habe es gegeben. Manche seien sich einfach nur in die Arme gefallen, doch auch aufgewühlte, an die Substanz gehende Gespräche habe es gegeben. Förderung ist im Gespräch Der schon im Vorfeld geplante Geschichtslehrpfad solle, wenn möglich, im Nachgang noch entstehen. Durch die Verbindung zur Tschechischen Republik könne so der grenzüberschreitende Gedanke aufgegriffen werden. Doch auch Fördergelder spielen eine Rolle. Bisher sei alles aus privater Tasche oder Mitteln der Veranstaltungsfirma ad astra finanziert worden, so die Verantwortlichen. Eine Förderung durch Euregio Egrensis in Höhe von 15 000 Euro sei im Gespräch, doch noch liege ein langer Weg bevor und jede Menge Nacharbeit, die die Kaufmännische Leiterin von ad astra, Renate Wünsche, noch einige Zeit beschäftigten werden.