Legen Glühweinhändler in Plauen höhere Standgebühren um?

Am ärgsten wird die Gebührenerhöhung die Glühweinanbieter des Weihnachtsmarktes treffen. Denn sie sollen - noch muss der Stadtrat darüber abstimmen - nicht mehr wie bisher rund 1.900 Euro Standgebühr zahlen, sondern knapp 2.880.

Tiefer in die Tasche greifen müssen auch jene Händler, die neben Getränken auch Imbiss verkaufen - hier steigt die Gebühr von bisher 2.720 auf 3.425 Euro. Inwieweit sie diese Kosten dann auf ihre Kunden "umlegen" bleibt abzuwarten. Im Vergleich: Freiberger Glühweinanbieter sind mit 3.380 Euro dabei und Leipziger (wobei dieser Vergleich natürlich hinkt) mit 13.300 Euro.

Aus Sicht der Verwaltung und auch eines Großteils der Stadträte scheint die Gebührenschraube jedenfalls angebracht. Zum einen, wie den Mitgliedern des Wirtschaftsförderungsausschusses mitgeteilt wurde, weil die letzte Gebührenänderung aus dem Jahre 2011 datiert, zum anderen, weil die Stadt die ihr im Umfeld des Weihnachtsmarktes entstehenden Kosten gerade mal zu 51,5 Prozent durch Standgebühren deckt.

Angestrebt wird eine Kostendeckung von 80 Prozent. In der sich anschließenden Diskussion plädierte CDU-Stadtrat Ingo Eckardt für eine Offenlegung der Kostenkalkulation, die OB Ralf Oberdorfer zusagte. Allerdings sind die 2018er Gebühren nur die Hälfte der "Wahrheit": 2019 sollen die Glühweinhändler bereits mit 3.853 Euro zur Kasse gebeten werden. Vergleichsweise milde kommen die Anbieter erzgebirgischer Holzkunst davon (bisher 1.087, ab 2018 rund 1.380 Euro.) tp