Lebensmüde halten Rettungskräfte im Vogtland auf Trab

In 24 Stunden sind Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr im Vogtland vier Mal ausgerückt, weil sich Menschen offenbar das Leben nehmen wollten. Allein drei Mal in Plauen.

Plauen - Nach Aussage der Polizei fuhr am Sonntagabend im Plauener Stadtteil Chrieschwitz eine junge Frau mit ihrem Auto vorsätzlich gegen eine Hauswand. Die Wucht des Aufpralls wurde durch den Airbag gemildert, die 21-Jährige glücklicherweise nur leicht verletzt. Kurz nach Mitternacht sprang in der Plauener Lessingstraße laut Polizei eine verzweifelte 53-jährige Frau aus dem dritten Stock eines Mehrfamilienhauses.

Sie fiel auf ein geparktes Auto und wurde schwer verletzt. Nur eine Notoperation im Vogtland-Klinikum konnte ihr Leben retten. Nur knapp eine Stunde später wollte sich ebenfalls in Plauen an der Reusaer Straße ein Mann vom Dach eines Hauses stürzen. Ein Polizist konnte den 38-Jährige von seinem Vorhaben abbringen. Er blieb unversehrt.

Durch das schnelle Handeln von Auerbacher Polizisten konnte am Sonntag in Lengenfeld eine Katastrophe verhindert werden. Nachdem ein 47-jähriger Familienvater im Wohnhaus und im Garten an der Lutherstraße Kraftstoff verteilt hatte, übergoss er sich selbst und wollte sich anzünden. Beim Eintreffen der Polizei hielt er bereits das Feuerzeug in der Hand, konnte aber in letzter Sekunde überwältigt werden. Auch seine Ehefrau (43) und die zwölfjährige Tochter blieben zum Glück unverletzt. Der Mann hatte knapp 1,4 Promille intus. Er wurde in eine psychiatrische Einrichtung eingewiesen. va