Leben mit regionalen Naturprodukten

Ein Bio- und Naturkostladen mit Fokus auf regionalen Waren eröffnet in der nächsten Woche am Plauener Klostermarkt. Zwei junge Frauen erfüllen sich damit den Traum vom eigenen Laden.

Von Stephanie Rössel

Ein Vollsortiment aus Lebensmitteln und Waren des täglichen Bedarfs füllt bereits die Regale. Wein, Nudeln, Aufstriche und Konserven sind bereits einsortiert. Darunter viele Packungen mit der Aufschrift "Bio". "Unser Augenmerk wird aber auf Regionalität liegen. Das wollen wir nach und nach umstellen und mit Händlern aus dem nahen Umfeld kooperieren", sagt Yvonne Dunger, die zusammen mit Miriam Talke "NaturFlocke" im ehemaligen Klostermarkttreff eröffnet.


Bereits bei der Ladeneinrichtung habe man versucht, auf Handwerker vor Ort zurückzugreifen. Die Außenwerbung übernimmt ein Plauener Unternehmen, die Kühltheke kommt aus Hof, den Stand für Obst und Gemüse hat ein Tischler aus Kürbitz gebaut.


Bei der Einrichtung gibt es viel Liebe zum Detail. Holzkisten, Kaffeebohnensäcke, Pflanzen und sogar die Einkaufskörbe sind nicht Standard. Ein zwei Meter langes Regal steht im Moment noch unbefüllt. Dort sollen unverpackte Produkte erhältlich sein. Trockenfrüchte, Müsli, Kaffee und Hülsenfrüchte werden aus Glasbehälter direkt in Mehrweggefäße gefüllt. Die Pfandgläser können dann bei jedem Einkauf getauscht werden.


Auf Umweltfreundlichkeit setzt man auch bei den Kaffeebechern. Recup ist ein Pfandsystem als Alternative zum Einwegbecher. Deutschlandweit beteiligen sich bereits mehr als 6000 Ausgabe- und Rücknahmestellen. Mit dem Naturkostladen wäre das die zweite Stelle in Plauen neben der Shell Tankstelle an der Pausaer Straße. Heißgetränke und später auch Suppen sollen darin mitgenommen werden können. Ein tägliches Imbissangebot ist ebenfalls in Planung. Dabei soll besonders auf Abwechslung geachtet werden. Im hinteren Bereich des geräumigen Ladens sind in der Käsetheke bereits Schilder aufgestellt, dort wird es ein kleines Angebot aus frischen Backwaren geben. In den Regalen sind ebenfalls glutenfreie Produkte zu finden. Verschiedene Flocken und Mehl bieten Allergikern eine gute Auswahl. Ein Sortiment aus Drogerieartikeln und Kosmetika rundet das Ganze ab. Geplant sind künftig auch Babynahrung und Tierfutter. Die beiden Frauen sind Freundinnen und lernten sich bei ihrer ehemaligen Arbeitsstelle kennen. Yvonne Dunger hat Miriam Talke ausgebildet. Das könnten sich die beiden auch für die Zukunft vorstellen. Arbeitsplätze und Lehrstellen schaffen wäre das nächste Ziel, falls der Laden gut angenommen wird.


Wenn technisch alles funktioniert, soll am 29. April Eröffnung sein. Vorerst wird Mo/Die/Do/Fr von 10 bis 18 Uhr und Sa von 9 bis 13 Uhr offen sein. Mittwochs ist Ruhetag.