Landratsamt wehrt sich gegen Kritik

Das Landratsamt wehrt sich gegen die Kritik aus Schöneck im Zusammenhang mit der Genehmigung des Bau eines Schweinestalles in der Nähe des IFA-Ferienparkes Hohe Reuth.

In einer Sondersitzung hatte CDU-Stadtrat Mario Kautsch dafür die Kreisverwaltung harsch kritisiert. "Die Landkreisverwaltung stellt mit der Veröffentlichung aus der Sondersitzung des Schönecker Stadtrates und des Wortlautes von CDU-Stadtrat Mario Kautzsch fest, dass die Stadträte wohl noch nicht allumfassend informiert sind", heißt es daraufhin aus dem Landratsamt. "Ein Teil der Stadträte lastet ihre Kritik dem Landratsamt an, dessen Fachamt den Bauantrag genehmigt hat - genauer gesagt "rechtlich genehmigen musste", so Pressesprecherin Kerstin Büttner.

Grund der baurechtlichen Entscheidung sei der Flächennutzungsplan der Stadt Schöneck. In dem Entwurf, der seit mehreren Jahren vorliegt, drücke die Stadt ihren Willen zur zukünftigen Entwicklung des Stadtgebietes aus. Genau an der baurechtlich beantragten Stelle weise der Plan der Stadt landwirtschaftliche Nutzung aus. Und genau für diese ausgewiesene Stelle sei ein Bauantrag gestellt worden.

"Mit dem eingeholten Gutachten und seiner Bewertung musste die Behörde das Vorhaben genehmigen. Auf diesen Sachverhalt hat auch die Landesdirektion hingewiesen. Wenn das Landratsamt die Genehmigung verweigert hätte, würde die Familie Jentzsch trotzdem Anspruch auf die Genehmigung haben und könnte dies auch rechtlich durchsetzen. Die Versagung durch das Landratsamt hätte also keine Wirkung", so Büttner.

Der Stadt sei durch die Landkreisverwaltung eine Mediation vorgeschlagen worden, um miteinander zu sprechen. Auf das Angebot sei noch keine Reaktion erfolgt. Es sei auch nicht richtig, dass die Landkreisverwaltung Einladungen nach Schöneck bekommen hätte. Für eine interne Gesprächsrunde habe nun der Landrat für diesen Mittwoch eingeladen.