Landeserntedankfest bei den Sperken

Einem Großereignis sieht die Stadt Oelsnitz entgegen. Vom 2. bis 4. Oktober wird hier das 23. Sächsische Landeserntedankfest gefeiert.

Von Renate Wöllner

Über die Vorbereitungen berichtete Daniel Petri, Chef der Kultur GmbH,  im Oelsnitzer  Stadtrat. Veranstalter ist der Freistaat. Verschiedene Arbeitsgruppen und der zentrale Lenkungsausschuss, in dem der gastgebende OB Mario Horn den Vorsitz führt, teilen sich die Aufgaben. Eine große Runde mit Kirchenvertretern der Ökumene tagte kürzlich, berichtete Petri. Die Stadt holt ihre ehemalige Kulturverantwortliche Eva-Maria Müller aus dem "Unruhestand" zurück. Sie war 2007 an der Organisation des Festumzugs "650 Jahre Stadt Oelsnitz" beteiligt. Integriert in die Vorbereitung ist auch Marktmeisterin Annett Neudel. Den Erntedank-Festumzug mit 38 Bildern wird es am Sonntag, 4. Oktober, ab 11.30 Uhr geben - mit dem Sieger des Landeserntekronenwettbewerbs vorweg. Vom Bahnhofsvorplatz geht es durch die untere Stadt, über Heppeplatz, August-Bebel-Straße, Plauensche Straße zum Marktplatz. Dort wird 2. Oktober, 19 Uhr, die offizielle Eröffnung auf der großen Bühne gefeiert. Fünf Bühnen mit unterschiedlichen Themen ziehen sich von Schloss Voigtsberg die Festmeile zum Zentrum entlang. Auf dem Sparkassen-Areal haben die Musikgruppen ihren großen Auftritt. Die Stadt erwartet die unglaubliche Zahl von bis zu 50 000 Besuchern sowie Händler und Schausteller aus ganz Sachsen. Die Ausschreibungsunterlagen können noch angefordert werden. Es soll ein Fest für die gesamte Familie sein, deshalb gebe es keine explizite Jugendveranstaltung.
Wo sollen Tausende Gäste parken? Hauptamtsleiter Hannes Schulz will die Leute "soweit wie möglich an das Festgelände heranführen und mit vielen einzelnen Kräften den Verkehr ordnen". Für dezentrale Parkflächen sollen Shuttle-Verbindungen ins Stadtzentrum eingerichtet werden.
Zum Zähne und Arschbacken zusammenkneifen rief Ulrich Lupart (AfD) auf. Der Werdegang des Termins habe ihm nicht gefallen, meinte. "Wir sind vom Landesamt übertölpelt worden. Es hat keinen Bewerber für die Veranstaltung gegeben. Dann hat sich Oelsnitz gemeldet. Jetzt müssen wir die Sache durchziehen, egal wie", sagte er. Das wollte Horn so nicht stehen lassen. "Es war eine gemeinsame Entscheidung, keine Übertölpelung", erklärte er. "Als Stadt sich von der besten Seite zeigen", forderte Björn Fläschendräger (FOB). Waltraut Klarner (Die Linke) störte das Heulen vorweg. Das Ereignis sei sehr gut für die Stadt und etwas für die Bürger vor Ort. OB Horn will Schulen, Kitas und Vereine mit ins Boot holen, "damit es ein gemeinsames Fest wird".
Unter www.landeserntedankfest-oelsnitz.de weitere Informationen.