Land in Sicht für Plauener Krisen-Haushalt

Plauen - Land ist in Sicht für den Plauener Haushalt, der auf wackeligen Füßen steht und bislang eigentlich als nicht genehmigungsfähig galt. Die Kommunalaufsicht des Landratsamtes habe alle rechtlich möglichen Spielräume ausgenutzt und werde den Haushalt der Spitzenstadt nun doch genehmigen.

Scharfe Auflagen zur konsequenten Konsolidierung wird es jedoch geben, bestätigte Amtsleiterin Cornelia Panzert auf Anfrage. Einzelheiten, wie diese strengen Auflagen aussehen, könne sie jetzt jedoch noch nicht nennen. "Wir sind noch bei der Arbeit", so Panzert. In gut zwei Wochen erhalte die Stadt den Bescheid. Begleitend werde es Gespräche geben, kündigte Panzert an.

Ein genehmigter Haushalt lässt alle in der Plauener Stadtverwaltung aufatmen. Viele Vorhaben und Investitionen, die bisher nur unter Vorbehalt standen und quasi auf Eis lagen, könnten nun auf den Weg gebracht werden.

Weiter gehen kann es zum Beispiel mit den Planungen zur lange erhofften Sanierung der Astrid-Lindgren-Schule. Auch Investitionen, wie der geplante Ausbau des Industriegebietes Oberlosa, stehen nun unter einem besseren Stern.

Die Stadt Plauen hatte nach fünfstündiger Debatte Anfang März den Doppelhaushalt 2015/2016 beschlossen - allerdings mit einer Finanzierungslücke von neun Millionen Euro. Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer ging daher davon aus, dass die Rechtsaufsichtsbehörde die notwendige Genehmigung nicht erteilen werde. mad