Kurz ist die Eislauf-Freud

Der Schein farbiger Lämpchen erhellt die Dunkelheit am späten Freitagnachmittag. Eismaus Kuno und seine junge Assistentin Jenny Thumser verteilen zur Begrüßung Süßes. Tannenbäume und (Kunst)Schnee zaubern ein bisschen Winterstimmung. Einige Stadträte sind gekommen und lassen sich den Glühwein schmecken.

Von Renate Wöllner

Oelsnitz - Festlich wirkt die Szenerie zur Eröffnung der Eisbahnsaison im Oelsnitzer Elstergarten - für ganze drei Tage.
Nach den aktuellen Corona-Bestimmungen muss die Eisbahn bereits Sonntagabend wieder schließen - trotz Hygienekonzept und Reservierungssystem. Es gebe nur noch geringe Hoffnung auf eine Ausnahmegenehmigung, sagte Stadtwerke-Geschäftsführerin Ines Puhan.
Unverständnis im Publikum. "Frische Luft, ausreichend Abstand auf der Eisfläche und Schutzmasken. Was soll da schon passieren?", fragt Stadträtin Monika Müller, die ihren Enkelsohn zum Eislaufen begleitet.
Pünktlich 17 Uhr öffnet sich das Tor zur abgegrenzten Arena. Die vorwiegend jungen Läufer stürmen aufs Eis, alle mit vermummtem Gesicht, ein ungewohnter Anblick.
Die 40 Tickets für die Zeit von 19 Uhr waren online restlos ausgebucht, gibt Puhan Auskunft. In ihrer Rede lässt sie die aufwändige Vorbereitung mit dem engagierten Mitarbeiterteam Revue passieren. Die Eisbahn arbeite mit moderner Technik und nachhaltig.
Genutzt wird Brunnenwasser aus dem Röhrholz und zumindest zum Teil Öko-Strom. Trotz der vermutlich unabwendbaren Schließung ab diesem Montag für vier Wochen November-Shutdown soll die Eisbahn nicht abgetaut, sondern auf niedrigem Level weiter betrieben werden, informiert Puhan, sozusagen stand by.
Sie hofft auf einen Neustart Anfang Dezember, dann vielleicht mit dem kleinen Weihnachtsdorf, das von Bistro-Wirt Karsten Thumser geplant wird.