Kunstverein Göltzschtal: 22 Künstler mit 90 Werken

Auerbach - "Wir wollen Kunst zugänglich machen. Künstler und Kunstinteressierte zusammenführen", nennt Holzbildhauer Reinhard Glatz als 2. Vorsitzender des Vogtländischen Kunstvereins Göltzschtal das Ziel des Vereins.

 

Mit der in der Göltzschtalgalerie Nicolaikirche Auerbach eröffneten Vereinsausstellung kamen die Mitglieder ihrem Ziel ein Stück näher. 22 Künstler zeigten 90 Arbeiten, darunter Werke aus Malerei und Grafik, Bildhauerei und Holzgestaltung und Textiles. Beteiligt hatten sich Hobby-Künstler, Kunsterzieherinnen und professionelle Künstler.

 

Zu sehen ist ein breites Spektrum an Techniken, Gestaltungsarten und Inhalten. Beim Betreten des Foyers fielen die Landschaftsaquarelle und -pastelle von Dr. Helmut Schubert ins Auge. Der Gründer und langjährige Leiter des Kunstvereins hatte sich an der Ausstellung beteiligt und war aus Dresden, wohin er verzogen war, angereist. Von dem Künstlerkreis wurde er herzlich begrüßt. Nächster Blickfang war die Holzarbeit "Alte Stadt" von Reinhard Glatz. Reliefartig gestaltete Häuser in verschieden farbigen Hölzern verliehen der Arbeit Lebendigkeit.

 

Von rustikaler Plastizität ist die textile Knüpftechnik "Werden und Vergehen" von Helga Kolodziej aus Reichenbach. Aus Ton formt Jaqueline Masurke nackte oder wenig bekleidete Frauenfiguren. Die Musiklehrerin, erstmals bei einer Vereinsausstellung präsent, zeigt ein ausgeprägtes Formgefühl. Mit seiner Werkauswahl hat sich der Falkensteiner Künstler Siegfried Henze verschiedener Handschriften bedient. Während seine "Vier Elemente" durch Farben und Formen überzeugen, spricht sein Bild "Kinder der Welt - Welt der Kinder" realistische Wahrheiten an.

 

In südliches Flair entführt Lothar Stauch mit seinen italienischen Hafenstädten. Seine Frau Karin Stauch überraschte mit kleinen Textilarbeiten in der japanischen Arashi Shibari-Technik, einer Näh- und Abbindereservierung. Gertraude Schiller, neu im Verein, hat vom Klöppeln zum Zeichnen und Malen gewechselt. Ihre Bleistift- und Farblandschaften aus der Sächsischen Schweiz fanden Anerkennung. Beeindruckt von Vielfalt und hohem Niveau der Ausstellung zeigte sich OB Manfred Deckert. "Wenn man bedenkt, dass viele Aussteller ihrer Kunst als Hobby nachgehen, ist das Gezeigte beachtlich." Gezeigt wird die Ausstellung bis zum 9. Januar.  gl