Kunstrasen in Schöneck auch für "kleinen Bruder"

Neben einem Rasensportplatz hat Schöneck noch einen zweiten in etwas kleinerer Größe, der wegen seiner Splitauflage und der daraus resultierenden Verletzungsgefahr nur eingeschränkt nutzbar ist, beispielsweise für Tennis.

 

Schon vor Jahren suchten Mario Kautzsch, Inhaber des "Haus am Ahorn" in Kottenheide und bekannt geworden als Organisator des größten Fußballturniers der Welt, sowie der Schönecker VfB, das Gespräch mit dem damaligen Bürgermeister Rolf Keil. Leider scheiterte das Projekt "Kunstrasen" damals an den Kosten von rund 350 000 Euro, für die es nur eine 30-prozentige Förderung gab. Mit dem Konjunkturpaket II, das auch die Investition in schulische und Sporteinrichtungen erlaubt, ergab sich eine 80-prozentige Förderung. Und wer die Schönecker kennt weiß, dass man hier nichts anbrennen lässt.

So lobte denn Peter Zeidler als stellvertretender Bürgermeister am Dienstagabend an besagtem Sportplatz das Engagement von Rolf Keil, der in Vertretung des Landrates zum symbolischen ersten Spatenstich erschienen war. "Wir freuen uns sehr, dass sich mit diesem Kunstrasenplatz unseren Verein, als auch für den Schulsport ganz neue Perspektiven ergeben", freute sich Günter Ihlenfeld, Vorsitzender des VfB, des Vereins für Bewegung, der sich bereits im Kindergarten um sportlichen Nachwuchs bemüht.

Mario Kautzsch, der an den VfB-Vorsitzenden einen Fußball überreichte, hob vor allem die Rolle der Stadt hervor, die mit der Übernahme des Eigenanteils der Kosten dem Verein quasi ein Geschenk macht. Thomas Geigenmüller vom ausführenden Planungsbüro Fugmann erläuterte einige technische Details. Der Platz wird von jetzt 80 auf normgerechte 90 Meter verlängert und umfasst eine Fläche von 5000 Quadratmetern. Die jetzige Deckschicht wird abgetragen.

 

Anschließend wird eine 30 Zentimeter starke Frostschutzschicht eingebracht, über die eine 2,5 Zentimeter dicke wasserdurchlässige und aus Polyurethan sowie Altreifenmaterial bestehende Elastikschicht aufgebracht wird. Über diese wird die derzeit modernste Form des Kunstrasens mit 40 Millimeter langen geraden Fasern gelegt, die wiederum durch Auffüllen mit Quarzsand und einer abschließenden Schicht aus elastischen Kügelchen stabilisiert wird, so dass nur noch 10 Millimeter Faser herausragen. Zur Vermeidung von Verschmutzungen ist der Platz von einem ein Meter breiten Pflasterweg umgeben. Ausführen wird den Bau die Firma Bartel aus Coswig mit Erfahrung im Bau von Sportplätzen auch in Höhenlagen.

"Dann dürfte dem weiteren Aufstieg des VfB ja nichts mehr entgegenstehen", ergriff Rolf Keil dann die Initiative und einen der herbeigeholten Spaten. Spätestens zum Tag der deutschen Einheit soll der Platz fertig sein.  Helmut Schlangstedt