Kunstlehrer bilden sich in Plauen fort

Raku bedeutet sinngemäß Lebensfreude, Gelassenheit und Freude an der Muse. 15 Lehrer aus Thüringen wollten dem auf den Grund gehen und kamen dafür einen Tag nach Plauen. Die letzte Ferienwoche ist gleichzeitig für alle Lehrer eine intensive Vorbereitungszeit, in der auch Fortbildungstage statt finden.

 

Andreas J. Leonhardt aus Plauen fertigt in seiner Töpferei Gefäße in der Rakubrand-Technik. Dies nahmen die Kunstlehrerinnen und Lehrer, die dem Schulamt Stadtroda/Jena unterstehen zum Anlass, um ins Vogtland zu kommen.

Schon am Vormittag gab Töpfer Leonhardt eine theoretische Einführung in die aus Japan stammende Technik. Die Tone, die bei dieser Methode verwendet werden, sind stark schamottiert und haben damit eine hohe Temperaturwechselbeständigkeit. Dadurch nehmen sie beim Wechsel zwischen Brennen, Herausnehmen, Abräuchern und Abschrecken keinen Schaden. Durch das geruchsintensive Abräuchern zum Beispiel in Holzspänen wird den Glasuren der Sauerstoff entzogen, dabei entstehen Farb-und Oberflächeneffekte, die bei dem üblichen Brennprozess nicht erzielt werden können.

 

Auch bewusst herbei geführte Effekte zwischen Scherben und Glasur sind möglich. Gefäße, die Andreas Leonhardt schon vorbereitet hatte, wurden von den Kunstlehrern einen Tage lang bearbeitet. Vasen, Schüsseln und Kerzenhalter entstanden dabei in unglaublichen Mustern. So werden einige in Zukunft ihr Wissen und die neuen Erfahrungen beim Unterricht einbringen können. In der einen oder anderen Schule ist sogar ein Brennofen vorhanden. Dort wird sich auch vieles in praktischen Arbeiten widerspiegeln. S. Rössel