Krönungsmesse als Höhepunkt

Das Glanzstück des Konzertprogramms, das der leidenschaftlichen musikalische Seite Mozarts und seiner Zeitgenossen gewidmet war, bildete die Aufführung der "Krönungsmesse" in C-Dur des genialen Komponisten, die er am 23. März 1779 vollendete und die im gleichen Jahr am Ostersonntag im Salzburger Dom uraufgeführt wurde. Vermutlich geht der Name des Werkes auf die spätere Verwendung der Messe bei den Krönungsfeierlichkeiten von Leopold II. oder Franz des II. in Prag zurück.

Die Solisten Jana Reiner (Sopran) und Rahel Haar (Alt) aus Dresden sowie Mathias Gronemeyer (Tenor) aus Berlin und Sebastian Richter (Bass) aus Hartmannsdorf begeisterten gemeinsam mit dem Chor des "Collegium Vocale" der Frauenkirche Dresden und der Chursächsischen Philharmonie unter der Gesamtleitung von Frauenkirchenkantor Matthias Grünert und ernteten einen minutenlangen Beifall aus den Reihen der Zuschauer.

Von einem leidenschaftlichen musikalischen Charakter geprägt war auch das Konzert für Cembalo und Streicher op. 7 Nr. 5 in Es-Dur von Johann Christian Bach, der wie sein berühmter Vater als großartiger Komponist der Musikgeschichte gilt und übrigens auch als Lehrer einen großen Einfluss auf Mozart ausübte. Die Aufführung seines Konzertes, dessen Handschrift leider nicht erhalten ist, und lediglich ein Erstdruck und einige wenige Abschriften der Zeitgenossen Bachs als Quelle dienen, erlebte in der Bearbeitung von Frauenkirchenkantor Matthias Grünert, der zugleich als Solist am Cembalo überzeugte, eine großartige Premiere.

Erfreut wurden die Zuschauer auch mit der Symphonie Nr. 49 f-Moll "La Passione" von Joseph Haydn, getragen von einem extremen Piano im Wechsel mit einem wilden Allegro di molto und energischen Presto sowie die aus den zwei Ouvertüren "La Scuola de" gelosi" und "La Partenza inaspettata" entstandene Sinfonia D-Dur "La Venezia" des Komponisten Antonio Salieri.