"Kroatisches Roulette"

Mit einer Lesung aus seiner neuen Kriminalgeschichte "Kroatisches Roulette" sorgte Tatort-Kommissar Miroslav Nemec im König Albert Theater für einen unterhaltsamen literarischen Abend.

Von Steffen Adler

Bad Elster Der Schauspieler, Autor und Musiker ist seit 1991 vor allem als Hauptkommisaar Ivo Batic aus der beliebten Krimireihe bekannt. Neben dem Schauspiel und dem Singen kam das Schreiben eher unverhofft für den aus Kroatien stammenden Miroslav Nemec. Zunächst hatte ihm ein Verleger vor etwa zwölf Jahren angeboten seine Biografie zu schreiben. "Dafür fühlte ich mich aber einfach zu jung", ließ Miroslav Nemec wissen, der 1954 in Zagreb geboren wurde, in Freilassing aufgewachsen ist und Musik und Schauspiel studiert hat.
Als ihn später auf einer Bergwanderung ein weiterer Verleger anregte, selbst einmal einen Krimi zu schreiben, erinnerte sich Nemec an einen Kollegen der meinte: "Ein Schauspieler macht es oder er macht es doch" und begann tatsächlich sein erstes Buch "Die Toten von der Falkneral" zu schreiben, der 2016 veröffentlicht wurde. "Es war natürlich naheliegend einen Krimi zu schreiben. Nur erschien er mit der Unterzeile ‚Mein erster Fall‘ und war vom Verleger wohl so mit der Absicht für eine Fortsetzung vorgesehen", machte Miroslav Nemec die Zuschauer aufmerksam, bevor sich diese im Anschluss seiner mit viel einfühlsamer Erzählkunst vorgetragenen Lesung von Auszügen aus seinem ‚Zweiten Fall‘ widmen konnten. In seiner neuen Kriminalgeschichte "Kroatisches Roulette" erzählt Miroslav Nemec als "Ich-Person" eine Geschichte, die in einer Mischung zwischen dem echten Leben und seiner Romanfigur verwoben ist. Die Handlung führt in seine kroatische Heimat. Der Schauspieler Miroslav Nemec reist auf Einladung eines Produzenten nach Zagreb, um dort ein neues Filmprojekt zu besprechen. Im Hotelzimmer lauert ihm in der Nacht ein Zimmermädchen auf, das sich die Kleider vom Leib reißt und ihn in eine missverständliche Situation bringt, während zwei Männer von dem Geschehen kompromittierende Fotos schießen. Nemec befürchtet, das alles auf eine Erpressung hindeutet und sein Ruf möglicherweise ruiniert werden könnte. Er entschließt sich zu einer Suche nach der Frau und findet sie blutüberströmt in ihrer Wohnung. Erneut gerät Nemec so in eine schwierige Situation, da man ihn für den Mörder halten könnte, weswegen er flieht. Während er zunehmend begreift, dass jemand ihn vermutlich vernichten will, gerät er weiterhin in belastende Ereignisse und muss seine Unschuld beweisen. Nach der spannenden Kostprobe konnten interessierte Zuschauer am Ende auch ein handsigniertes Exemplar im Foyer erwerben und mit nach Hause nehmen, um schließlich auch noch den Ausgang der Kriminalgeschichte zu erfahren.