Kroatische Küche im Tauscher

Knoblauchbrot, gegrillter Schafskäse, vegetarischer Teller, Bauernsalat, gegrilltes Lammfilet, Calamaris gebacken oder der Klassiker mit Nackensteak, Kotelett, Leber, Cevapcici und Speck samt Pommes, Djuwetschreis und Salat - im Gasthof Tauscher in Erlbach duftet es ab heute nach kroatischer Küche.

Von Marlies Dähn

Erlbach - Der Buschfunk hat es vermeldet - im Gasthof Tauscher in Erlbach zieht wieder Leben ein. Erst brannte an manchen Abenden Licht in der Gaststube. Dann kamen feurig rote Servietten auf die gedeckten Tische und schließlich schmückten frühlingsfrische Stiefmütterchen die Fensterstöcke. Als grüner Willkommensgruß wurden kugelige Gewächse rechts und links der Eingangstür platziert. Doch an der Schiefertafel fehlte noch ein Hinweis zur Neueröffnung.
 Spätestens seit gestern ist es offiziell. Am heutigen Freitag wird ab 17 Uhr eingeladen, kroatische Küche zu genießen. Das "entlockten" auch die Ortschaftsräte am Dienstag bei ihrer Sitzung im Erlbacher Brauhaus dem neuen Betreiber. Der Kroate Miro Cavlovic stellte sich vor, wie Ortschaftsrats-Chef Andre Worbs auf Nachfrage bestätigte. 
"Ich hoffe sehr, dass es ,Standvögel‘ sind und keine Zugvögel", meinte Worbs. Dabei spielte er auf die von vielen Wechseln und Leerstandszeiten geprägte Gastronomie im Dorf an. Als "Flammeri" starteten im Mai 2016 die Kroaten Slavica und Stragan Benko aus Stuttgart voller Tatendrang im kleinen Erlbacher Gasthof. Die Flammkuchen brachten Abwechslung. Bei sonnigem Wetter herrschte Geselligkeit auch im Biergarten hinterm Haus. Benkos pendelten von Stuttgart. Eine Dauerlösung sollte es nicht sein. Schon im August 2016 folgten als Pächter der Ostfriese Werner Freese und Partnerin Petra Klemm aus dem Erzgebirge.
Nun sind also drei Männer am Start. Miro Cavlovic hat langjährige gastronomische Erfahrung und war zuletzt in Schönebeck bei Magdeburg hinterm Tresen. An seiner Seite wirbelt Davor Salic und in der Küche schwingt Rodolsub Misatovic den Kochlöffel. Damit der Laden in Schwung kommt und sich Einheimische und Gäste daran gewöhnen, dass im Tauscher die Küche nicht länger kalt bleibt, wird vorerst täglich 10 Uhr bis 20 Uhr geöffnet. 
"Später gibt's dann sicher einen Ruhetag", sagt Davor Salic fröhlich. Der Arbeitsplatz ist im Moment auch Lebensort für die Tauscher-Pächter. Vielleicht miete man später eine Wohnung in Markneukirchen, denkt Davor Salic laut nach.
Auch für Familienfeiern steht der Tauscher offen, versichern die Kroaten und laden ein, kroatische Küche zu lieben. "Restaurant Croatia Tauscher" steht bald über der Tür.