Kritische Töne zur Straßenfreigabe in Remtengrün

Feierlich für den Verkehr wieder freigegeben wurde am Freitag nach einer grundhaften Sanierung der Turmweg im Ortsteil Remtengrün. "Die Sanierung wurde mit 89 Prozent aus EU-Mitteln zur Umsetzung der integrierten ländlichen Entwicklung im Freistaat Sachsen gefördert", machte Bürgermeisterin Mariechen Bang zur Straßenfreigabe aufmerksam. Die Gesamtkosten der Instandsetzung des rund 1000 Meter langen Turmweges betragen 503 000 Euro.

 Im Februar dieses Jahres hatte die Stadt das Projekt eingereicht und im April den Fördermittelantrag gestellt. Im Mai wurden die Anlieger der Straße über die geplante Sanierung informiert, bevor im August die Firma UTR mit den Arbeiten begann. "Endlich - ich bin wirklich froh, dass die Straße nun fertig ist. Vorher war hier nur noch Loch an Loch und das Laufen und Befahren katastrophal und eine einzige Gefahr. Dazu kam auch noch die Pfützen und der ganze Dreck", berichtete Anwohnerin Gertraud Wunderlich. Trotzdem fand das Vorhaben nicht bei allen Anwohnern Zustimmung, die sich je nach Grundstücksgröße mit einem Straßenbaubeitrag an der Finanzierung beteiligen müssen. "Insgesamt werden die Anlieger mit insgesamt 40 Prozent des Eigenanteils der Stadt je nach Grundstücksgröße beteiligt", machte die Bürgermeisterin aufmerksam.

Kritisch äußerte zur Straßenfreigabe Anlieger Dr. Günther Richter, dass zwar im Zuge der Instandsetzung Leerrohre von Versorgungsträgern mit verlegt wurden aber keine Kabel, so zum Beispiel für eine verbesserte Telekommunikation.  "Wir sind im Vorfeld der Straßenbaumaßnahme sowohl mit der Telekom als auch anderen Versorgungsträgern in Kontakt getreten", antwortete Bauamtsleiter Walter Voigt und fügte an: "Wir haben aber nur die Möglichkeit die Versorgungsträger anzuhören und haben überhaupt keinen Einfluss, wenn diese gegenwärtig keine Handlungsbedarf sehen".

In diesem Zusammenhang machte Bürgermisten Mariechen Bang am Freitag nochmals auf die gegenwärtig hohe Förderung aufmerksam. "Ich glaube nicht, dass sie auch künftig noch so sein wird. Es gab deshalb gar keine andere Möglichkeit, als schnell zu handeln, auch im Interesse der Bürger."