Kritik geprüft an Agrargenossenschaft

Rosenbach/Fröbersgrün - Die in der letzten Ortschaftsratssitzung von Ralf Grünwedel und Walburga Hofmayer vorgetragene Kritik am Landwirtschaftsbetrieb war Gegenstand eines Gesprächs zwischen dem Vorstand der Agrargenossenschaft Syrau, Hubertus Kraus und Ortsvorsteher Jens Mantel.

Den sachlichen Standpunkt des Betriebes gab der langjährige Mitarbeiter Rolf Schultz in der Beratung am Dienstagabend im Fröbersgrüner Bürgerhaus wieder: Er erinnerte daran, dass die Kreisstraße zwischen Syrau und Fröbersgrün vor dem Ausbau lediglich eine Breite von 3,50 Metern hatte, eine Schotterdecke und Zufahrten zu den einzelnen Flächen besaß. Welche Flächen durch die Verbreiterung mit Bitumendecke auf durchschnittlich fünf Meter in Anspruch genommen wurden, spielte damals - 1961/62 - keine maßgebliche Rolle.

So sei es durchaus denkbar, dass nicht nur die Seitengräben verschwanden. Die Technisierung der Landwirtschaft habe dazu geführt, dass größere technische Einheiten zur Bearbeitung und Ernte gebildet wurden, denen an der Straße keine Auffahrmöglichkeiten eingeräumt wurden. Dadurch sei es zu den beanstandeten Problemen gekommen. An anderen Kreisstraßen sei man umsichtiger zu Werke gegangen.

In Bezug auf die Rodung der Hecken auf der Fröbersgrüner Höhe zog er deren Schutz vor Schneeverwehungen in Zweifel, weil sie sich zu dicht an der Straße befunden haben und abhängig von der Windrichtung sowohl Verwehungen begünstigt oder verhindert hätten. Daher sei deren Entfernung eine richtige Entscheidung. Zu nahe an Straßen befindliche Hecken sollten generell untersagt werden wie auch Ersatzpflanzungen im Straßenbereich wie an der Frotschauer Straße. Hier vermutet er, dass sich die Bahn auf angenehme Art aus der Verantwortung gestohlen habe, weil nachfolgend die Gemeinde für die Pflege zuständig sei. jpk