Kritik an Verkauf von Rößnitzer Bürgerhaus

Der Rosenbacher Gemeinderat soll am Donnerstag den Kaufvertrag zwischen der Gemeinde Rosenbach und dem Käufer Heiko V. für die ehemalige Gaststätte Rößnitz bestätigen.

Der Verkauf war schon einige Male Thema im Rat. Abgeordneter Norbert Bähren kritisiert auf Anfrage des Vogtland-Anzeigers, dass die Gemeindeverwaltung vor dem Verkauf notwendige Probleme nicht geklärt habe. Der Vorgang sorgt in Rößnitz schon einige Zeit für Wirbel, da die Familie des Käufers bereits seit dem 8. Juli im Objekt Arbeiten ausführte - allerdings war der am 7. Juli geplante Verkauf im Gemeinderat nicht zustande gekommen, weil die Ratssitzung früher als gedacht geendet hatte; außerdem stand im Vertragsentwurf der Name von Katrin S.; das ist jetzt korrigiert.

Bürgermeister Schulz hatte Familie V. in Erwartung des Verkaufs bereits die Schlüsselgewalt für das Gebäude übertragen. Der Vorgang sorgte nicht nur bei den Einwohnern für Unverständnis und Unmut. Nach Lage der Dinge steht nun weder dem Feuerwehrverein noch den Bürgern ein Ort für Veranstaltungen zur Verfügung. Die Tatsache, dass sich Gegenstände des Vereins und der Elektrozähler einer Anwohnerin im Gebäude befinden, verschärfte die Situation.

Nach Aussage von Ralf Schubert, dem Vorsitzenden des Feuerwehrvereins, ist eine Unterbringung des Vereinseigentums an einen anderen Ort nicht möglich, weil der seit Jahren geforderte Anbau an das Feuerwehrgebäude bisher nicht realisiert wurde. Die Einwohner beanstanden das Fehlen eines Konzepts für das als Bürgerhaus genutzte Objekt und sind verwundert, dass es als Wohnhaus für eine dreiköpfige Familie verkauft wird.

Der Verkauf des Gebäudes wird bereits seit Jahren angestrebt. Mittlerweile hat sich der bauliche Zustand so weit verschlechtert, dass bei weiterem Verfall zu einem absehbaren Zeitpunkt der Abriss ins Haus gestanden hätte. Durch den Verkauf zu einem Preis von 6.000 Euro überträgt die Gemeinde die Verantwortung für den Komplex dem Käufer. jpk