Kritik am Ortvorsteher von Leubnitz

Eberhard Prager musste auf der Rosenbacher Ratssitzung ganz schön einstecken - obwohl er gar nicht anwesend war. Zuvor hatte er ordentlich ausgeteilt.

Rosenbach - "Wie sollen wir zu einer Gemeinde zusammenwachsen, wenn immer noch eine Art Separatismus betrieben wird. Wir haben damals als Schönberger die Welt zunächst auch nicht verstanden als wir zu Mehltheuer kamen, aber es war ein gerader Weg, der beiden Orten geholfen hat", war die Meinung von Bernd Freund zu der Veröffentlichung des Leubnitzer Ortsvorstehers in den beiden März-Zeitungen der Ortschaft Leubnitz. "Meinungsäußerungen in dieser zugespitzten Form - es wurde ja sogar die Mündigkeit der Gemeinderatsmitglieder infrage gestellt - können der gemeinsamen Entwicklung keineswegs nützen."

Bereits in der Syrauer Ortschaftssitzung vom Dienstag hatten mehrere Räte moniert, dass sich der dortige Ortsvorsteher im Ton vergriffen habe. Gerd Wunderlich bat den Rat, das Thema der Auseinandersetzung mit Details seiner Äußerungen wegen dessen krankheitsbedingter Abwesenheit zurückzustellen.

In der März-Ausgabe der Rodauer Nachrichten bezeichnet Prager die Haushaltsdebatte als "maßlose Enttäuschung". Er kritisiert, dass sich der Gemeinderat erst kurz vor Beschlussfassung über den Haushalt schlau gemacht habe, obwohl dieser wochenlang ausgelegen habe. Somit fehle es einem Großteil der Räte an Sachkenntnis und Hintergrundwissen - vielmehr herrsche Ziel- und Planlosigkeit.

Prager: "Das lässt auf nichts Gutes hoffen". So stimmten beim Beschluss "89prozentige Förderung des Leubnitzer Elchweges" sechs Räte dagegen. Aber erst nach dem Beschluss hätten diese Räte um Aufklärung gebeten, warum diese Baumaßnahme nötig sei. Prager: "Peinlich!" und "Markige Sprüche, polemisches Getöse und Gejammer ... sind für unsere Gemeinde tötendes Gift." va