Kreisrat: Vorerst weiter getrennte Müllgebiete

Eine heiße Schlacht wurde in Sachen Müll geschlagen im Kreistag. Ergebnis einer langen, kontroversen Debatte - vorerst weiterhin zwei getrennte Müllgebiete.

Plauen - Nichts genützt hat am Ende der eindringliche Antrag von CDU Kreisrat und Plauener Stadtrat Dieter Blechschmidt. Er beantrage ausdrücklich und nachdrücklich, für ein einheitliches Satzungsgebiet zu stimmen. Er sei überzeugt, dass der Beitrag in Sachen Müll in Plauen zukünftig über den Gebühren liegen werde, die man laut Satzungsentwurf im einheitlichen Vogtland-Gebiet zahlen müsse. Sollten trotzdem zwei Satzungsgebiete beschlossen werden, werde der Plauener Ortsteil Straßberg am 14. Oktober zur Ortschaftsratssitzung den Beitritt zum Vogtlandgebiet beraten, sich aus dem Plauener System ausgliedern, so Blechschmidt.

Blechschmidts Vorstoß ermutigte auch etliche weitere Kreisräte, das einheitliche Müllgebiet auf die Favoriten-Liste zu setzen. Mehrheitlich schlug sich die SPD-Fraktion auf die Seite der Befürworter eines einheitlichen Müllgebietes, ebenso die Teile der Linken und der Grünen. So mehrten sich bereits zu Beginn der Debatte die Stimmen, die ein einheitliches Gebiet wünschten. Die Kreistagsvorlage formulierte jedoch die getrennten Gebührengebiete. Änderungssatzungen sollen bis 5. Dezember samt neuer Kalkulation als Kreistagsbeschlüsse vorliegen.

Ging es nicht mehr, zurückzurudern? Nach einer zweiminütigen Auszeit ließ der Landrat abstimmen über den Antrag Blechschmidts für ein einheitliches Müllgebiet. 32 stimmten dagegen, 31 dafür, es gab fünf Enthaltungen. Nach Irritationen und Tumulten war dann die Tischvorlage dran. Hier votierten 36 Kreisräte für die getrennten Gebührengebiete, 28 dagegen bei vier Enthaltungen. M. Dähn