Kreis behält Julius-Mosen-Gymnasium

Landrat Dr. Tassilo Lenk verteidigt die kreisliche Trägerschaft für das Julius- Mosen-Gymnasium in Oelsnitz. Warum? Wegen des überregionalen Einzugsgebietes, wie er sagt.

Oelsnitz - Bei der Kreisbereisung in Oelsnitz verteidigte Landrat Dr. Tassilo Lenk die kreisliche Trägerschaft für die Bildungseinrichtung in der Sperkenstadt. "Wegen des überregionalen Einzugsgebiets - dieser Ansatz ist gar nicht so schlecht", fand Oberbürgermeister Mario Horn. Die Trägerschaft war Thema in einem Pressegespräch nach der Kreisbereisung des Landrats in Oelsnitz.

Sämtliche weitere Gymnasien im Vogtlandkreis werden von Städten getragen. Horn hatte sich gegen Ansinnen ausgesprochen, das Oelsnitzer Gymnasium sollte von der Stadt übernommen werden. Für die Planungen zur Renovierung des Gebäudes an der Melanchthonstraße werde der "Investitionsbedarf definiert". Die Umsetzung erfolge in den nächsten Jahren - "so die Maßnahmen dringend notwendig sind", kündigte Lenk an.

Hohen Bedarf an Investitionen hatte im April eine Schülerdemonstration auf dem Marktplatz reklamiert. Für die Berufsschule am Willy-Brandt-Ring soll ein Fachklassenkonzept bedacht werden, das auf den ländlichen Raum zugeschnitten ist, sagte Landrat Lenk auf Anfrage.

Das moderne Schulgebäude - vom Landkreis erst in den 90er Jahren erbaut - ist "knapp über 50 Prozent" ausgelastet, informierte der Landrat. Er berichtete von Überlegungen, die Förderschule mit zu integrieren, die im sanierungsbedürftigen Voigtsberger Schulgebäude untergebracht ist. "Wir wollen nicht in eine Ruine investieren", erklärte Lenk. Die Entscheidung soll bei der anstehenden Strukturreform fallen. R.W.