Kreatives in der Festhalle

Kleiner Lichtblick in Coronazeiten: in der Festhalle Plauen trafen sich rund vierzig freischaffende und Berufskünstler sowie Handwerker fast aller Zünfte.

Von Gabi Kertscher

 

Plauen Auch bei den Kunsthandwerkern und Kreativen ist die Corona-Krise zu spüren. Antonio Antrilli und Erika Koopmann organisieren seit vielen Jahren die bekannten Märkte für das Besondere und Einzigartige. Am vergangenen Wochenende trafen sich in der Festhalle Plauen rund vierzig freischaffende und Berufskünstler sowie Handwerker fast aller Zünfte. Selbst ein Mittel gegen Corona wurde angeboten. Beatrix Pretzlaff betreibt in Grünau einen Kräuterladen. Die Kräuterfee bot Alant-Tee an.

 

 

Die Blätter der Pflanze seien so selten und besonders wirksam bei Erkältungskrankheiten, demzufolge auch bei Corona. Allerdings gibt es noch keine sicheren Erfolgsbeweise zur Pandemie. "Die gibt es erst seit kurzem. Da muss man warten", kommentierte sie die Frage nach den Corona-Erfolgen. Allerdings bewiesen sei die Wirksamkeit bei Lungenkrankheiten. Und gerade Corona hat dem Organisatoren-Paar mächtig zu schaffen gemacht. Sieben verschiedene Märkte mussten sie absagen und auch in der Plauener Festhalle sind bedeutend weniger Aussteller gewesen als in den Jahren zuvor. "Einige haben gleich abgesagt und einer am Tag vor Eröffnung einen positiven Corona-Befund erhalten", erzählte Erika Koopmann. An ihrem Stand konnten Seifen hergestellt werden. Sie betreibt eine Seifensiederei in Greiz und gibt ihre Erfahrungen gern weiter. Blumengestecke, Knöpfe in allen Größen und Farben, Holzskulpturen und gemalte Kunstwerke - die Palette der Angebote war riesig. Man könne mit der Anzahl der Gäste zufrieden sein und alle hätten sich an die Hygienevorschriften gehalten. Manche Aussteller hatten Plastikscheiben angebracht, um sich vor den Viren zu schützen, aber den Mund-Nase-Schutz trugen fast alle.