Kreationen aus dem Eislabor Bad Elster

Sylvia Ebersbach stellt in ihrem Mini Café selbstgemachtes Eis her. Bei der hauseigenen Produktion wird sie von ihrem Mann Andreas unterstützt. Welche geschmacklichen Besonderheiten dabei entstehen.

Ein lang ersehnter Wunsch geht für Sylvia Ebersbach vom Mini Café in Bad Elster in Erfüllung - die Herstellung und der Verkauf von selbst produziertem Speise-Eis. Die Eigenherstellung ist eine sensible Sache und braucht ein gutes Gespür für die richtige geschmackliche Note.


Sie als gelernte Konditorin und Bäckermeisterin bringt gewisse Grundlagen dafür mit. "Die Idee, eigenes Eis zu verkaufen, habe ich schon lange im Hinterkopf. Nur waren bisher die Möglichkeiten nicht gegeben", sagt sie. Jetzt ist das anders. Zu ihrem Café an der Badstraße gehört nebenan ein kleiner Raum, aus dem sie vor fünf Jahren mit ihrem Geschäft auszog. Dort war früher ihr Mini Café ansässig. Die Fläche wird jetzt für die Eisproduktion genutzt. Dabei wird sie tatkräftig von ihrem Ehemann Andreas unterstützt. "Eislabor" nennt das Ehepaar den Raum. Der Begriff ist passend, denn dort wird getüftelt und experimentiert. Es gilt viel zu Testen und auszuprobieren, sodass bestimmte Geschmackstöne nicht übersteuert werden. Laut Andreas Ebersbach wird mit einem Anteil von 40-prozentigen Fruchtgehalt gearbeitet. Neben den Standards Vanille, Erdbeere und Schoko, werden unter anderem mit Himbeere, Blaubeere, Zitrone, Limette oder Holunder täglich zwölf verschiedene Geschmacksrichtungen hergestellt - auch laktosefreies Eis. "Im Gegensatz zu Industrie-Eis ist bei uns der Geschmack immer etwas anders, da wir alles von Hand herstellen", so Andreas Ebersbach. Ziel ist es auch mit Besonderheiten zu punkten, wie etwa das Grüne-Gurken-Eis mit Dill und als Garnierung ein Stück Räucherlachs. Was auf dem ersten Blick ungewöhnlich klingt, harmoniert jedoch sehr gut im Geschmack.


Die Ideen für ungewöhnlichen Kreationen kommen nicht von irgendwo her. Das Ehepaar hat sich in den vergangenen Jahren intensiv mit der Eisherstellung beschäftigt, besuchte Fachmessen in Deutschland und Italien, entsprechende Fachliteratur wurde studiert und mit italienischen Händlern steht man im engen Austausch. "Bevor wir damit anfangen wollten, war es uns wichtig, erst einmal so viel wie möglich darüber in Erfahrung zu bringen", so Sylvia Ebersbach. Ideen hat sie viele und sollen künftig umgesetzt werden. Zum Beispiel Eisbomben oder Eistorten will man irgendwann auch außerhalb des Cafés an den Mann bringen - für zu Hause oder für besondere Anlässe wie beispielsweise Schulanfänge.


Um der Kundschaft dauerhaft gerecht zu werden, heißt es nicht nur ab 6 Uhr in der Früh mit der Produktion zu beginnen, sondern immer wieder neue Möglichkeiten und Geschmackskombinationen zu prüfen. Dabei gilt es auch über den Tellerrand zu schauen und sich von anderen Einrichtungen und Ländern inspirieren zu lassen. So wollen Sylvia und Andreas Ebersbach demnächst nach Dresden fahren und dem Terence-Hill-Eissalon einen Besuch abstatten. Der Schauspieler hat dort die einzig Filiale in Deutschland seiner italienischen Gelateria Girotti eröffnet und verkauft dort ebenfalls selbstproduziertes Eis.