Krach um Feuerwerke in Weischlitz

Wer muss zustimmen, wenn man in Weischlitz ein Feuerwerk zünden will?, fragte Bürgerin Elke Kick vom Gartenweg zur Sitzung des Gemeinderates am Montag. "Wenn beim Fußball Tore fallen, wird mit dem Luftgewehr geschossen. Wird Geburtstag gefeiert, geht es mit dem Feuerwerk los", sagte die Frau.

Nach Recherchen unserer Zeitung hatte es am 9. September an der Südscheune eines dieser Feuerwerke gegeben - als Geschenk für das Brautpaar: Das Feuerwerk wurde über der Weißen Elster abgebrannt. Als die Polizei eintraf, konnte eine Genehmigung vorgewiesen werden. Und am nächsten Tag war alles picobello aufgeräumt.

Hauptamtsleiter Claus Leistner: Von Silvestermittag bis zum Mittag des Neujahrstages kann jeder Raketen abfeuern. Außerhalb dieser Zeit seien vom Landratsamt Genehmigungen einzuholen.

Vize-Bürgermeister Klaus Winkler: "Ein richtiges Feuerwerk gab es in diesem Jahr in Weischlitz erst ein- oder zweimal. Ich finde das nicht als Belästigung, wenn ein professioneller Feuerwerker solch ein Feuerwerk abbrennt." Allerdings sei ein professionelles Feuerwerk wohl nicht unter 1000 Euro zu haben. Laut Winkler finden in der Südscheune wöchentlich Hochzeiten und Feiern statt. Da werden oft restliche Feuerwerkskörper abgebrannt. Die Leute hätten ihre Freude daran - aber legal sei das nicht.

Ralf Reimann aus Kürbitz, Gemeinderat und beruflich Feuerwehrmann, sagte, dass im Sprengmittel-Gesetz Feuerwerke hoch angebunden seien. Bürgermeister Steffen Raab: "Wir werden das mit den Feuerwerken aufmerksam beobachten. Wenn die Sache aus dem Rahmen fällt, gehen wir dagegen vor." -kar