Konzept für Plauener Kompetenzzentrum

Ein Konzept, auf welche Weise es mit der Ende dieses Monats geschlossenen Erstaufnahmeeinrichtung (EAE) in der einstigen Plamag weitergehen soll, wird derzeit erarbeitet.

Plauen - Dazu trafen sich dieser Tage Vertreter der Landeskirchen, der Linken, der SPD und der Grünen, des DGB, der Stadtverwaltung, des Arbeitskreises Migration und Integration, Mitglieder des Aktionsbündnisses Vogtland gegen Rechts, Vertreter aus dem Kulturbereich, interessierte Bürgern sowie Personen, die von der Schließung der EAE betroffen sind.

In dem Konzept sollen Vorstellungen enthalten sein zur Schaffung eines "Kompetenz-Zentrums für Integration". Von einem innerhalb der Initiativgruppe "Kompetenz-Zentrum Plauen" gegründeten Arbeitskreis, wird demnächst ein umsetzbares Konzept für eine Einrichtung vorgelegt, die mehr als nur eine Gemeinschaftsunterkunft zum Wohnen ist, sondern in der von Anbeginn Integration als oberstes Gebot stehen muss.

Angestrebt wird eine gute und fachkundige Betreuung der Asylsuchenden in jedem Bereich des Alltags um damit auch die Möglichkeit zu nutzen, die zukünftigen Mitbürger aktiv in die Gesellschaft einzubinden. Über das Konzept soll am 16. Juni abgestimmt werden, heißt es in einer Pressemitteilung.

Einig waren sich alle Teilnehmer, dass ein "Kompetenz-Zentrum für Integration" nicht nur sinnvoll sondern unbedingt notwendig ist. Dazu erklärt Matthias Eulitz vom DGB: "Die Wichtigkeit von guter Integration kann niemand ernsthaft in Frage stellen. Vielmehr bietet sich damit die Chance, zukünftigen Problemen vorzubeugen und einen wirklichen Mehrwert für unsere ganze Gesellschaft aber auch vordergründig für unsere Region, das Vogtland, zu erreichen. Außerdem entsteht damit die Option, dringend gebrauchte Fachkräfte in unserer Region zu verankern."

Angesichts zahlreicher fremdenfeindlicher Übergriffe im Freistaat könne mit einem derartigen Projekt gleichzeitig gezeigt werden: Sachsen kann auch anders! Pfarrer Hans Rummel von der Johanniskirch- Gemeinde Plauen hebt hervor, dass es nötig sei, dass es Räume der Begegnung gibt. Es sei sinnvoll und gut, im Hinblick auf Integration einen Schritt weiterdenken. va