Kompetenzzentrum: Wenn es brenzlig wird

Die Errichtung eines Kompetenzzentrums für Brand- und Katastrophenschutz in der Gemarkung Eich brachten die Kreisräte auf den Weg. Es sollen 8,4 Millionen Euro investiert werden, ein Teil davon wird gefördert.

Plauen - Wenn es brenzlig wird, um Brände und andere Katastrophen geht, will der Vogtlandkreis optimal und zeitgemäß gerüstet sein. Und wenn es ebenso um Einsatz und Ausbildung von Feuerwehrkräften geht, will der Vogtlandkreis auf dem neuesten Stand sein, räumlich gesehen und auch von der Technik her. Zudem gebührt Augenmerk auch der Früherziehung in Sachen Brandschutz und der Ausbildung und Schulung junger Nachwuchskräfte der Feuerwehren. Denn fehlt der Nachwuchs, ist es in Zukunft schlecht bestellt um den überwiegend im Ehrenamt ausgeübten Dienst. Im neuen Brandschutzzentrum will man sich daher gezielt der Nachwuchsarbeit widmen und ein Pilotprojekt starten, mit dem man bereits im Vorschulalter beginnt. In einer Art "Demo-Wohnung" wird es "Feuerwehr und Rettungsdienst zum anfassen" geben‚, analog ein
 Betrachtet wurde im Vogtlandkreis zudem die Situation beim Katastrophenschutz. Den vielen dezentralen Katastrophenschutzlagern im Landkreis, soll nun am neuen Standort ein zentrales Katastrophenschutzlager angegliedert werden. Keiner der bisherigen Katastrophenschutzlager erfülle die Anforderungen an ein zeitgemäßes Lager für den Katastrophenfall, heißt es in der Beschlussvorlage. Um den Kreisräten die Entscheidung für das 8,4 Millionen Euro teure Projekt zu erleichtern, lag umfangreiches Material auf dem Tisch. Ausführlich wurde Ist-Stand, Problemstellung und Zielsetzung mit Fakten untermauert. Außerdem gab es zusätzlich noch einen Power-Point-Vortrag. Beleuchtet wurden unter anderem Parameter, die für das Brandschutzzentrum und für das Katastrophenschutzlager erforderlich sind. Im Katastrophenfall gehört zu allgemeinen Anforderungen zum Beispiel eine Lagerhalle mit gut 500 Quadratmetern Grundfläche und ein Schwerlastregal, welches von Lkw befahrbar sein muss. Momentan werden noch an vier Standorten vom Vogtlandkreis Katastrophenschutzlager unterhalten. Der Großteil lagert in einem ehemaligen Verwaltungs- und Bürogebäude mit DDR-Standard in Auerbach und in angemieteten Lagerhallen bei Dritten. Ein geringer Teil befindet sich im Feuerwehrtechnischen Zentrum. Mehrheitlich entschieden die Kreisräte, der ermittelten Vorzugslösung am Standort Eich ihre Zustimmung zu geben.     Marlies Dähn