Koloss leistet filigrane Arbeit

Herlasgrün - Seit Tagen herrscht auf der Bahnstrecke zwischen Herlasgrün und Plauen, linksseitig, reger Baubetrieb. Die Deutsche Gleis- und Tiefbau GmbH (DGT) war vor allem in den Nächten mit dem Schwellenwechsel beschäftigt. Die defekten Betonschwellen wurden gegen neue ausgetauscht. Zum Einsatz kam dabei ein mächtig gewaltiger Gleisumbauzug (SUM 314).

Die Schwellen kommen im Fließbandverfahren ins Schotterbett. Zuvor werden die Schienen, ebenfalls von der SUM, seitlich gespreizt, die alten Schwellen mittels Pflug ausgebaut und in der Maschine mit einem Paternoster auf das Abtransportband zwischengelagert. Während dieser Zeit werden die neuen Schwellen über einen fahrbares Portal von den Materialwagen heran gebracht und über einen weiteren Paternoster auf die Verlegezangen abgelagert. Diese legen die Schwellen in Richtung und Abstand passend im Schotterbett ab. Anschließend werden die Schienen auf den Schwellen befestigt. Mit geringem Personalbedarf werden bei Einsatz dieser Großmaschinen Schwellen auf einem Kilometer pro Stunde ausgewechselt.

Wenn Stopfmaschine und Schotterpflug ihre Arbeit gemacht haben, wird zwischen Herlasgrün und Plauen abschnittsweise das Gleis mit neuen Schwellen versehen sein. Während der Bauarbeiten, die am kommenden Montag enden, werden 5800 Schwellen gewechselt, 2000 Tonnen Schotter verbaut und der Schienenstrang der Strecke Leipzig - Werdau - Plauen - Hof mit insgesamt 60 Schweißungen wieder zu einem lückenlosen Gleis verschweißt.  G. Kertscher