Knifflige Äquatorfrage

Eine Geografie-Frage wäre Ingo Eckard und Tochter Josephine in der Quiz-Sendung von Jörg Pilawa fast zum Verhängnis geworden. Wie die Sache ausging, erfuhren die Zuschauer gestern, 16.10 Uhr, im ARD.

Plauen "Welche dieser Städte liegt dem Äquator am nächsten? - Lissabon, Kairo, Seoul oder Rio de Janeiro?" Auf dem heimischen Sofa, hätte er vermutlich die Antwort gewusst, ärgert sich Ingo Eckardt noch im Nachhinein. Unter Studio-Bedingungen aber konnte er nur raten und tendierte mit Tochter Josephine zur falschen Antwort. Jörg Pilawa habe sie aber "sanft" in Richtung Tausch-Veto gelenkt. Mit dem ist es möglich, die "unangenehme" Frage gegen eine hoffentlich leichtere zu tauschen. Und das Vater-Tochter-Duo hatte Glück. "Was verbirgt sich hinter der Kenia-Koalition?" wollte der Quizmaster wissen und Eckardt konnte aufatmen. Damit hatten beide 15.000 Euro "im Kasten" und neun von maximal zwölf Fragen beantwortet. Über ihre Strategie waren sie sich vorher einig. Ist das Tausch-Veto als wichtigster Joker weg, dann wird nicht mehr gepokert "Es gibt dann zwar noch normale Vetos, aber die helfen auch nicht wirklich, wenn man keine Ahnung hat." Also verfuhren sie nach dem Motto "Lieber den Spatz in der Hand...", zumal sie die Folgefrage auch nicht beantworten konnten. Eingangs der Sendung sollten sie kundtun, was sie mit einem potentiellen Gewinn vorhätten.
"Wir wollten uns beide neue Sportschuhe kaufen", lacht Eckardt, "aber nun bleibt ja was übrig." Josephine werde ihren "Teil" als Stütze fürs Studium verwenden - sie studiert in Rostock Medizin - und er selbst werde sich auch was gönnen. "Am liebsten wäre mir ja ein Ski-Urlaub gewesen, aber das ist ja momentan nicht möglich." Rio de Janeiro - das wäre übrigens die richtige Antwort gewesen - werde es wohl auch nicht werden, aber Kenia könne er sich durchaus vorstellen.
Vom ganzen "Drumherum" im Hamburger Studio zeigt sich Eckardt noch immer beeindruckt. "Wir hatten drei verschiedene Betreuer, aber insgesamt wuselten da bestimmt so um die 50 Leute rum. Die waren in den Tagen davor bis zur Aufzeichnung alle auf das Virus getestet worden, ich hatte beispielsweise die Nummer 465. Die ganze Truppe - einschließlich Pilawa - sei total locker drauf gewesen, auch wenn der Quiz-Master ähnlich dem Chefarzt bei einer OP, erst als Letzter ins Studio kam. Hinter den vielen kleinen Lämpchen - wie auch auf dem Foto sichtbar - verstecken sich übrigens etliche kleine Kameras, um das Geschen aus unterschiedlichen Perspektiven "beleuchten" zu können. top