Knapp eine halbe Million Bäume gepflanzt

Wohlhausen - "Geschafft", können Ende dieser Woche 23 Mitarbeiter von Waldwirtschaft Jacob in Wohlhausen sagen. Das Aufforsten im Frühjahr 2011 wird beendet.

 

"Wir haben seit Mitte März knapp eine halbe Million Bäume in den Boden gebracht", resümiert Sebastian Brunner. Er hat im privaten Waldwirtschaftsbetrieb zum ersten Mal die gesamte Aktion geleitet, nachdem er im Unternehmen zunächst seine Lehre und danach seine Weiterbildung zum Forsttechniker absolviert hat. "Es ist eine harte Arbeit, jeder muss am Tag zwischen 600 und 700 Bäumchen pflanzen", beschreibt er die Aufgabe.

Hauptsächlich im Vogtland, aber auch im Erzgebirge, Franken und Thüringen hat Waldwirtschaft Jacob in staatlichen und privaten Wäldern aufgeforstet. Dem Gebirge angepasst waren es zwei Drittel Laubbäume, vor allem Buche, Ahorn, Esche und Eiche. Das restliche Drittel bildeten die Nadelhölzer, dabei als Alternative zur Fichte vor allem Douglasie, aber auch Lärche und an besonderen Standorten im Vogtland Weißtanne. Als Mitglied der Umwelt-Allianz Sachsen hat sich die Waldwirtschaft Jacob verpflichtet, mit der Weißtanne einen wertvollen Baum wieder im Vogtland anzusiedeln und damit den Waldumbau voranzubringen.

"Aufforsten kann nicht jeder. Um die Bäume richtig zu pflanzen, braucht man viel Erfahrung", betont Firmenchef Hartmut Jacob. Da entsprechendes Fachpersonal in Deutschland fehlt, arbeitet er mit einem privaten Forstunternehmen aus Rumänien zusammen. Die ausgebildeten Waldarbeiter kennen das Mittelgebirge, bringen die erforderliche Qualität. Natürlich sind auch Fachkräfte aus dem Vogtland im Einsatz. Zu ihnen gehört Birgit Scholz. "Freilich spürt man seinen Rücken. Aber es ist eine schöne Arbeit, man ist an der frischen Luft und weiß, dass man etwas für die Natur tut", sagt sie.

 

Zum Abschluss der Pflanzaktion war sie mit ihren Kollegen auf einer fünf Hektar großen Fläche bei Schilbach im Einsatz. "Vor allem um die kleinen Douglasien, Lärchen und Tannen müssen wir Zäune bauen, um sie vor dem im Vogtland reichlich vorhandenen Wild zu schützen", meint Hartmut Jacob. Auch den Bau der Schutzzäune wird Sebastian Brunner leiten. "Da ich hier gelernt habe, kenne ich die Wälder, das kommt mir zugute", so der 22-Jährige. va