Klingenthals Bürgermeister wirft Handtuch

Klingenthals Bürgermeister Enrico Bräunig wirft das Handtuch - in den Ring. Er wird bei einer Neuwahl im Frühjahr 2013 nicht zur Verfügung stehen.

Das erklärte der Klingenthaler am Donnerstag bei der Unterzeichnung des Fusionsvertrages zwischen Klingenthal und Zwota im Rathaus der Stadt. Er sei nicht beleidigt und wandere nicht aus. "Ich trete lediglich als Amtsinhaber nicht mehr an", erklärte Bräunig auf Anfrage. Wie es weiter gehe, sei noch nicht entschieden. Fakt ist jedoch, dass Bräunigs Amtsverhältnis mit der Stadt Klingenthal rein rechtlich bis 31. März 2017 Bestand hat.

Er gehe somit in den einstweiligen Ruhestand (EWR). Ob man ihm Aufgaben zuteile, müsse dann der Stadtrat entscheiden. Den Klingenthaler Stadträten bescheinigte Bräunig ein "Demokratiedefizit". So habe die Mehrheit des Stadtrates bis heute nicht das Wahlergebnis von 2010 akzeptiert. Wird der am Donnerstag unterzeichnete Fusionsvertrag und damit die Vereinigung von Klingenthal und Zwota per 1. Januar 2013 wirksam, wird bis mindestens April 2013 zur möglichen Bürgermeisterneuwahl ein Amtsverweser eingesetzt. "Für diese Übergangszeit stehe ich gern zur Verfügung", erklärte Bräunig. Eine Eingemeindung ist nach Bäunigs Ansichten der einzig richtige Weg. Zwotas Bürgermeister Thomas Hennig will zur Wahl antreten.