Klingenthal knipst größten Lichterbogen Sachsens an

Am Samstag um 18 Uhr war es wieder soweit: Der größte Lichterbogen Sachsens auf der "eisernen Brücke" in Klingenthal wurde im Beisein vieler Besucher angeknipst und sendet nun sein Licht durch die Advents- und Weihnachtszeit.

Klingenthal - Dank der Energiesparlampen war dies aber wenig spektakulär, und bis zu deren vollen Helligkeit hatte sich unter Führung der Kurrende bereits alles mit Fackeln und Laternen in Richtung Marktplatz zum Lichterfest bewegt. Dort wurde der Tross mit weihnachtlichen Weisen vom Posaunenchor Klingenthal empfangen. Trotz des Schneeregens war die Zahl der Marktbesucher beachtlich, die dort von Bürgermeister Thomas Hennig herzlich begrüßt wurden, der zuvor "Mitläufer" beim Fackelzug war.

Dieses Mal konnte das Lichterfest auf sein zehnjähriges Bestehen zurückblicken, weshalb Filmemacher Claus Dunsch Videos von dessen erster Auflage 2003 vorführte. Im Gespräch mit Jochen Tittmann, damals Vorsitzender des Handel-, Gewerbe- und Tourismusvereins Klingenthal/Zwota, gab dieser noch einmal einen Rückblick auf die Entstehung des Lichterbogens und des Festes.

Die Idee keimte im Verein schon mit dem Bau der Eisenbahnbrücke als Expo-Projekt, allerdings waren einige Auflagen der Deutschen Bahn zu erfüllen. Hierzu gehörte etwa eine Abschirmung der Lampen, dass diese vom Lokführer aus Sicherheitsgründen nicht zu sehen sind. Mit dem "Anschieben" der neuen Pyramide vor dem Rathaus, die dort seit 2006 steht, hat das Lichterfest seitdem einen weiteren kleinen Höhepunkt.

Übrigens: Klingenthal hat zwar den größten Lichterbogen Sachsen, der größte Schwibbogen aus Holz steht allerdings in Gelenau - er ist am Gebäude der Lopesa-Sammlung angebracht, in der hauptsächlich Exponate der Rothenkirchener Wella-Erbin Erika Pohl-Ströher zu sehen sind. Dieser wurde am Samstag ebenfalls entzündet, nachdem er nach seiner nochmaligen Erweiterung gemeinsam mit Jens Weißflog vermessen wurde: Jeder hat eben seins! H. S.