Klingendes Musik-Glück

Florian Knoll aus Markneukirchen entwickelt Instrumente, die in der Musiktherapie zum Einsatz kommen sollen. In den vergangenen Corona-Wochen konnte er die Ideen zu seinem Projekt voranbringen.

Markneukirchen Musik-Glück nennt er sein Projekt, welches Florian Knoll aus Markneukirchen seit Februar entwickelt. Dabei handelt es sich um die Herstellung bestimmter Musikinstrumente, die insbesondere in der Musiktherapie zum Einsatz kommen sollen. Momentan tüftelt er noch an der Umsetzung. Denn das Vorhaben ist von einigen Faktoren abhängig.
Momentan ist er auf der Suche nach Praxispartnern, welche die Instrumente bauen sollen. Firmen, unter anderem aus Markneukirchen, möchte er dafür gewinnen. Sobald diese Praxispartner gefunden wurden, soll in enger Absprache mit ihnen die Herstellung beginnen. Geplant ist, mit verschiedenen Streich,- Zupf,- Schlag,- und Rhythmusinstrumenten in Produktion zu gehen. Das Erste wird ein Hackbrett, ein zitherähnliches Instrument, sein. Dabei gibt es einiges zu beachten. "Mir ist wichtig, dass alle Instrumente für Jedermann leicht zu spielen sind und die Leute ihren Spaß daran haben. Daher sollte zum Beispiel das Hackbrett nur mit vollen Tönen und keinen halben Tönen besaitet werden. Das macht das spielen einfacher", so Florian Knoll.
Die Instrumente sollen einen einfachen Zugang zum Musikmachen ermöglichen - auch deshalb, weil der Fokus auf die Musiktherapie liegt. "Denn Musik kann bei Menschen vieles bewirken und zum positiven verändern. Besonders, wenn man Instrumente aktiv ausprobieren oder selbst spielen kann. Es können dadurch Heilungsprozesse beschleunigt und das Wohlbefinden für Körper uns Seele gefördert werden", so der 30-Jährige. Um das zu ermöglichen, ist er auch auf der Suche nach Musiktherapeuten, welche die Instrumente bei ihrer Arbeit in den unterschiedlichen Bereichen einsetzen können. Zum Beispiel in sozial-pädagogischen sowie therapeutischen Einrichtungen. "Ich könnte mir gut vorstellen, mit Pflegeheimen oder Wohnstätten für Menschen mit Behinderungen und Förderschulen zusammenzuarbeiten. Auch die Hochschule in Heidelberg wäre eine Option. Dort gibt es Musiktherapie als Studiengang. Die Studenten könnten die Instrumente während ihres Studiums kennenlernen und später in ihrem Berufsleben einsetzen", so Florian Knoll. In welcher Preisspanne sich die Klangkörper bewegen sollen, kann jetzt noch nicht genau gesagt werden. Eines steht aber fest. Sie sollen für alle bezahlbar sein und somit für die Leute leicht zugänglich gemacht werden.
Die Idee zu seinem Vorhaben, kam ihm Anfang des Jahres. Wie er sagt, wollte er schon immer etwas sinnvolles für andere Menschen machen. Da er beim Takt- und Schlagzeugstock-Hersteller Rohema in Markneukirchen angestellt ist, liege es nahe, etwas mit Instrumenten zu entwickeln. Inspiriert dazu wurde er durch eine Bekannte von ihm, Caroline Körner, die ebenfalls aus aus Markneukirchen stammt. "Sie hat den Verein Hummelkind gründet, und geht mit illustrierten Büchern und flauschigen Hummel-Figuren zu Kindern in die Krankenhäuser, um ihnen Mut zu zusprechen, Ängste zu nehmen, sie zum Lachen und auf andere Gedanken zu bringen. Da habe ich für mich überlegt, welchen sozialen Ansatz ich mit entsprechenden Instrumenten verfolgen kann", sagt Florian Knoll.
Sein Vorhaben befindet sich aktuell noch in der Frühphase. In den Corona-Wochen von März bis Mai konnte der Vogtländer sein Projekt vorantreiben. "Da hatte ich die Zeit, um meine Ideen und Gedanken zu bündeln, um für mich heraus zu finden, in welche Richtung es gehen soll. Somit konnte ich schon einmal meine Präsentation fertigstellen, um sie potentiellen Partnern vorzustellen." Christian Schubert