Kletterwald Pöhl will 2011 noch mehr bieten

Pöhl - Der Kletterwald in Pöhl hat schon jetzt eine Menge zu bieten. Doch im kommenden Jahr sollen mit einer Schaukel in luftiger Höhe und einer "Seufzerbrücke" weitere Attraktionen hinzukommen.

 

Klettern in schwindelerregenden Höhen, hangeln über einen gähnenden Abgrund, überwinden unglaublichster Hindernisse. Das alles und noch viel mehr gehört seit 2004 zu den Herausforderungen, die der Kletterwald Pöhl seinen unzähligen Besuchern bietet. Doch das ist den Organisatoren immer noch nicht genug.

 "Wir beobachten den Ablauf sehr genau und haben festgestellt, dass die bisherigen zwei Parcours zu lang und zu umfangreich für manche Besucher sind", sagte Kletterwald-Betreiber Jörg Böhm. "Viele waren körperlich total fertig." Die Umstrukturierung des Parks diene damit einer größeren Optimierung, die auf die individuellen Bedürfnisse stärker zugeschnitten sei. So sollen künftig vier Parcours mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden für eine größere Abwechslung sorgen.

 Während Sportmuffel sich zunächst einmal auf dem Trainingsgelände versuchen können, warten auf Extremsportbegeisterte neue atemberaubende Hindernisse in den Bereichen "Wagnis" und "Risiko". So gibt es bereits am Anfang ein Netz, an dem es acht Meter in die Höhe geht, bevor eine wilde Klettertour in luftiger Höhe beginnt. Seilbahnfahrten, Balancierstrecken und Kletterseile inklusive.

 Das größte Highlight wartet mit einer gewagten Brückenkonstruktion, die auf Grund ihrer gebogenen Form den Titel "Seufzerbrücke" tragen wird. Außerdem können sich die mutigen Besucher des Pöhler Kletterwaldes auf eine Attraktion aus Kroatien freuen: Eine geflochtene Schaukel, die direkt über dem Abgrund befestigt ist und die Hobbysportler von Baum zu Baum befördert. "Wir werden auch eine Menge Kunststoffseile installieren, auf denen die Besucher balancieren können. Das ist zurzeit der letzte Schrei", weiß Experte Jörg Böhm. Der Kletterwald erwarte durch diese Neuerungen wieder mehr Besucher als im laufenden Jahr, als das Wetter den Freizeitkletterern oft einen Strich durch die Rechnung machte.

 Dabei sorgt der Vogtländer mit seinem Team in Eigenregie dafür, dass der Umbau ein Erfolg wird. Planung und Fertigung nehmen die Betreiber selbst in die Hand. Die veranschlagten 15 000 Euro seien lediglich Materialkosten. Den Rest besorge Böhm mit seiner Kreativität ganz allein. Dabei bleibt der Mann, der noch weitere Kletterparks betreibt, stets optimistisch. Er rechne fest damit, dass die Besucherzahlen 2011 wieder zunehmen werden. Genügend Gründe dafür gibt es ja. Nur noch das Wetter müsse mitspielen.

 Bis es jedoch soweit ist, gibt es noch eine Menge Arbeit für Jörg Böhm und seine engagierten Mitarbeiter. Der komplette Umbau der bisherigen Parcours allein nimmt schon eine Menge Zeit und Kraft in Anspruch. Hinzu kommt die Errichtung ungefähr 30 weiterer Attraktionen, die für eine Aufwertung der vier neuen Schwierigkeitsstufen sorgen sollen. 140 Objekte sollen es schließlich werden. Langeweile komme da bestimmt nicht auf, ist sich der Kletterexperte sicher.

 Im kommenden Frühling kommt die Bewährungsprobe für Jörg Böhm. Bis zum März 2011 sollen die Umbauarbeiten fertig sein. Am 8. April beginnt die neue Saison in Pöhl. Dann sollen die neuen Attraktionen für die Besucherströme geöffnet werden, die sich hoffentlich genauso begeistert von dem neuen Kletterwald zeigen, wie der Betreiber selbst. Die Zahlen der vergangenen Jahre sprechen allerdings für sich. So war das Pöhler Outdoor-Event seit seiner Eröffnung ein konstanter Publikumsmagnet, der weit über das Vogtland hinaus Bekanntheit erlangte.

 

Besonders bei Schulklassen wird verstärkt Werbung für das auch für Kinder geeignete Freizeitprogramm gemacht, wie der Internetauftritt des Kletterparks verrät. So stehe laut Betreiber die Sicherheit der Besucher stets an erster Stelle und dem Kletterspaß auch in der kommenden Saison nichts mehr im Wege.                                S.Bauer