Kita-Ausbau in Tirpersdorf

Tirpersdorf - Gebaut wird schon seit Jahren im Tirpersdorfer Kindergarten "Pusteblume". Seit 2002 saniert die Gemeinde Schritt für Schritt die Einrichtung am Steinbruchweg 22, die vom Nachwuchs aus den sieben Ortsteilen besucht wird.

 

Nach dem Verlust des Schulstandorts favorisierten die Volksvertreter den Kita-Ausbau als Investition in die Zukunft. Von der Firma Hunschede wurde ab 2009 ein Anbau errichtet. Gelder aus dem Konjunkturpaket II standen dafür zur Verfügung, berichtet Bauamtsleiter Thomas Blank. Anfang des Jahres zogen zwei Gruppen aus dem Altgebäude in den neuen Teil um. Platz wird so geschaffen für den weiteren Um- und Ausbau des Kindergartens im zweiten Bauabschnitt, der über das Kita-Invest-Programm gefördert wird.

"Der erhöhte Bedarf an Krippenplätzen war der eigentliche Grund der Baumaßnahme", sagt Leiterin Andrea Schiffl. Durch den Umbau des Altgebäudes werden Räume, die bisher Nebenfunktionen dienten, als neuer Krippenteil erschlossen. Damit kann die Einrichtung nach dem Abschluss der Baumaßnahme bis zu 16 Krippenkinder ab dem 1. Lebensjahr aufnehmen.

Mit dem zweigeschossigen Anbau hat sich die Nutzfläche um 200 Quadratmeter erweitert. Der Hort - der zur Zeit ausgelagert ist ins Haus des Jägerswaldverbandes - zieht nach dem Abschluss der Baumaßnahme in den orangefarbenen Gebäudeteil mit eigenen Sanitärräumen und dem multifunktionalen Kreativraum, der von allen Kindern der Einrichtung genutzt wird. Problemlos gestalteten sich die Arbeiten bei vollem Dienstbetrieb, erzählt der Oelsnitzer Planer Wolfgang Dölling beim Gespräch mit dem Vogtland-Anzeiger. Lärmende Arbeiten wurden auf die Mittelschicht konzentriert, die nach dem Mittagschlaf der Kinder bis 22 Uhr andauerte. Das wurde auch von der Firma Systembau aus Plauen mitgetragen, die im zweiten Bauabschnitt im Einsatz ist. Lobend spricht Andrea Schiffl vom großen Verständnis der Eltern für die erschwerten Bedingungen. Zum Fortschritt gehört auch effiziente, energiesparende Technik, die nicht sofort ins Auge fällt. Eine Wärmepumpe im Keller des in Ziegelbauweise errichteten Anbaus sorgt für die Heizung in beiden Gebäudeteilen. Über bessere Arbeitsbedingungen können sich die sechs Erzieherinnen freuen. Sie erhalten jetzt einen Aufenthaltsraum, die Leiterin wieder "ein richtiges Büro".

 

Die Bauarbeiten - bei denen mit Maler und Elektriker auch ortsansässige Firmen eingebunden waren - gehen im zweiten Quartal ihrem Ende entgegen. Im nächsten Schritt - abhängig von der Witterung - sollen von der Firma Erdbau Seidel die Außenanlagen gestaltet werden. Das Gelände wird eingefriedet und unter anderem mit einem Obstbaum bepflanzt. Zum Waldrand hin wird eine Stützmauer errichtet. Die feierliche Einweihung nach vollbrachtem Werk wird sich Bürgermeister Reiner Körner nicht nehmen lassen, meint der Bauamtsleiter. Der Bestand der Tirpersdorfer Kita ist gesichert. "Die nächste Kinderwelle ist schon im Anrollen", weiß Andrea Schiffl. Nach dem Um- und Ausbau kann die Einrichtung insgesamt 60 Mädchen und Jungen vom Krippenkind bis zum Grundschüler aufnehmen.  R. W.