Kinderschutzhaus Plauen hat neuen Themenspielplatz

Plauen - Im Kinder- und Frauenschutzhaus des Karo Vereins in Plauen ist ein Kindertraum wahr geworden. In Zusammenarbeit mit dem in Partizipations-Projekten und Spielplatzbau tätigen Handwerker- und Künstler-Team "Pieper und Soth" aus Hessen ist ein Themenspielplatz entstanden. Gefördert wurde das Vorhaben von der Aktion Mensch mit 4000 Euro.

 Die Ideen für die Spielplatzgestaltung sind unter anderem von den betroffenen Kindern und Jugendlichen des Schutzhauses gekommen. Sie durften ihre Träume in die Umsetzung einbringen und somit verwirklichen. Die jungen Menschen sind durch das Erlebte oft schwer traumatisiert. Der Spielplatz soll es den Mädchen und Jungen ermöglichen, einen Teil ihrer verlorenen Kindheit nachzuholen.

 Die Holzstämme für die Abenteuer-Oase wurden gemeinsam mit den Betroffenen und den Profis aus Hessen bildhauerisch und farblich bearbeitet und anschließend zu den Spielgeräten verbaut, sagt Karo-Geschäftsführerin Cathrin Schauer: "Der Spielplatz bietet einen sicheren Ort, an dem sie im geschützten Raum spielen können. Der phantasievolle Spielplatz aus Naturmaterialien ermöglicht kreatives Spielen, bei dem gemeinsam mit dem pädagogischen Personal die Erlebnisse der Kindheit thematisiert werden können."

 Auf Grund des spannenden Projektinhaltes hätten sich auch Bewohnerinnen des Kinder- und Frauen-Schutzhauses sowie Praktikantinnen daran beteiligt, heißt es. Insgesamt haben sich 15 Teilnehmerinnen für dieses Projekt engagiert, so Schauer.  Karo betreibt in Plauen seit Ende 2008 das Kinder- und Frauenschutzhaus für Menschen, die von sexueller und anderer Gewalt betroffen sind.

 Die Aktion Mensch fördert innerhalb des Projektes neue Initiativen und Projekte für mehr Gerechtigkeit mit jeweils 4000 Euro. Karo hatte sich bei einem der Förderprogramme beteiligt und eine Zusage bekommen. Gefördert werden vor allem neue Projekte, in denen sich Menschen freiwillig und ehrenamtlich engagieren. In den Jahren 2006 bis 2008 sind bereits rund 4400 Vorhaben mit einer Gesamtsumme von über 15 Millionen Euro bezuschusst. Für 2009 stehen allein fünf Millionen Euro zur Verfügung.