Kinder aus dem Vogtland treffen Rockstar Peter Maffay

"Ich möchte mich für diese tollen 10 Tage ganz herzlich bedanken. Die Mallorca -Tour hat mir sehr, sehr großen Spaß gemacht...Wir waren im Aqualand, in der Altstadt von Palma und auf dem Stadtmarkt von Pollentia, an einem Tag besuchte uns sogar Peter Maffay. Das war das Beste überhaupt.

Ich bekam zum ersten Mal die Gelegenheit in einem Flugzeug zu fliegen. Das war ein richtig tolles Gefühl... Ich habe auch zwei ganz tolle neue Freundinnen gefunden, Laura und Jasmin... Diese Reise werde ich nie vergessen."

Plauen/Auerbach - Diese Zeilen stammen aus der Feder eines Mädchens aus Markneukirchen. Sie war eines der elf Kinder aus dem Vogtland, die Ende Juli erlebnisreiche Ferientage in einer Finca der "Peter-Maffay-Stiftung" auf Mallorca verbringen konnten. Für die Mädchen und Jungen, die entweder ein Handicap haben, aus benachteiligten Familien kommen oder traumatisiert sind, wäre auf normalem Weg eine solche Reise nie möglich gewesen. Organisiert hatte den besonderen Urlaub das Sozialamt des Vogtlandkreises, finanziert wurde er vor allem durch Sponsoren wie der AOK Plus, dem Rotary Club Plauen sowie den Firmen Kunststofftechnik Schedel Falkenstein und Weidmann-Plastics Treuen.

Die junge Markneukirchnerin ist nicht die Einzige, die sich in den letzten Tagen bei der Lebenshilfe Auerbach gemeldet hat, auch einige andere Teilnehmer haben Briefe geschrieben oder angerufen. "Dieser nachhaltige Kontakt ist für uns der schönste Lohn", erzählt Jenny Witt, Mitarbeiterin der Wohnstätte In-seL, die als einer von drei Betreuern die Gruppe begleitete. "Es waren wirklich tolle Tage, die Kinder haben jeden Augenblick genossen und man spürte, wie alle ihren teilweise schwierigen Alltag hinter sich lassen konnten."

Ganz schnell hatten sich die Teilnehmer aneinander gewöhnt, es wurden Freundschaften geknüpft und viel miteinander gelacht. Diese positive Grundstimmung erleichterte auch dem Betreuerteam die Arbeit. "Nicht nur, dass wir jede Menge Ausflüge mit den Kindern gemacht haben und oft baden waren - es blieb auch viel Zeit für Gespräche, in denen sich die Kinder nach kurzer Zeit auch sehr geöffnet haben", berichtet Jenny Witt. "Dieses Zusammengehörigkeitsgefühl machte die Reise zu einem besonderen Erlebnis für alle."

Ein Höhepunkt war natürlich auch der Besuch von Peter Maffay auf der Finca. Der Rockstar nahm sich Zeit für die Gruppe und plauderte angeregt mit den Kids. Die Stippvisite dauerte dabei sogar länger als ursprünglich geplant. Der Grund sorgte sowohl bei der Reisegruppe als auch bei Peter Maffay für ein Schmunzeln - denn das Auto des Musikers sprang plötzlich nicht mehr an. Darüber hinaus wird den elf Kindern noch vieles mehr in Erinnerung bleiben. "Ich denke, die Reise hat ihr Ziel auf jeden Fall erreicht", zieht Jenny Witt ein positives Fazit. "Über die Erlebnisse werden die Mädchen und Jungen noch lange sprechen, sie werden ihnen mit Sicherheit helfen, ihren teilweise schwierigen Alltag besser zu meistern."

Auch Lebenshilfe-Geschäftsführer Peter Hallbauer wertet die Reise als Erfolg. "Wir haben zum wiederholten Male die Betreuung mit Fachpersonal abgesichert. Mein Dank gilt auch den Organisatoren und den Sponsoren der Reise, durch die es überhaupt erst möglich wurde, diese Fahrt in Angriff zu nehmen. Die Briefe und Berichte der Kinder sind mit Sicherheit das schönste Dankeschön an alle." B.S.