Kerzen für die Freiheit

Kerzen und Gebete waren es, die 1989 die friedliche Revolution in der DDR auslösten - die Plauener lehnten sich am 7. Oktober als erste gegen das sozialistische Regime auf. Diesem Tag gedachten auch am Montag die Plauener - zum 25. Male wurden auf den Stufen der Lutherkirche Kerzen entzündet.

Rund 150 Menschen kamen. In der DDR als "Tag der Republik" gefeiert, gelangte der 7. Oktober 1989 zu einer völlig neuen Komponente. "Es war der Tag, als die Macht zu kippen begann. Und die Plauener waren von Anfang an daran beteiligt", so Lutz Rathenow, Beauftragter für Stasi-Unterlagen in Sachsen. Plauens Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer sprach von einer mutigen Tat, die Veränderung herbei demonstriert zu haben, ein Verdienst, das den Plauenern und den Menschen im Osten alleine gebühre.

Bewundernswert sei, dass auch 23 Jahre danach noch die Menschen Kerzen anzünden und sich die kleine Gedenkfeier nicht nehmen lassen. Der Theumaer Pfarrer Dieter Bräunig erinnerte an die Friedensandachten 1989, zu denen Superintendent Thomas Küttler schon erstmals am 5. Oktober aufrief - und an die Demo zwei Tage später zwischen Markus- und Lutherkirche. cze