Kerstin Wolf wird neue Baubürgermeisterin

Am Ende fiel die Entscheidung, wer künftig den Geschäftsbereich II in der Plauener Stadtverwaltung leitet, klar aus. Unter den vier Bewerben um das Amt des Baubürgermeisters konnte sich Kerstin Wolf deutlich durchsetzen.

Plauen So mancher hatte bei der gestrigen Stadtratssitzung in der Festhalle wohl damit gerechnet, dass es eines zweiten Wahlganges bedurfte bis feststehen würde, welcher Bewerber um das Amt des Baubürgermeisters sich durchsetzen würde. Doch bereits nach dem ersten Wahlgang stand fest: Kerstin Wolf wird am 1. September dieses Jahres die Nachfolge von Levente Sarközy antreten, der diese Funktion sieben Jahre innehatte. Die Fachbereichsleiterin Bau/Umwelt setzte sich gegen ihren bisherigen Chef mit 33 zu acht Stimmen klar durch - wohl auch ihres Bewerbungs-Statements geschuldet, dass sie kompetent und auch recht emotional vortrug. "Weil mein Herz für Plauen schlägt", begründete die 58-Jährige ihre Kandidatur. In den jedem Kandidaten zur Verfügung stehenden zehn Minuten gelang es ihr, auf das unter ihrer Regie Erreichte ebenso hinzuweisen wie ihre Visionen für die Stadt zu skizzieren. "Ich nehme die Wahl liebend gern an für meine Heimatstadt und lade sie ein, mit mir gemeinsam Plauen in den nächsten sieben Jahren zu gestalten", dankte Wolf anschließend für das in sie gesetzte Vertrauen. Levente Sarközy war dagegen anzusehen, dass ihn die Niederlage nicht kalt ließ. Es sei eine völlig neue Situation, sagte der 54-Jährige und fügte an, dass er keinen Plan B habe. Deshalb werde er sich beruflich neu orientieren und Plauen dennoch mit einem guten Gefühl verlassen. Als fairer Unterlegener wünschte er seiner Nachfolgerin alles Gute. Ebenfalls um das Amt beworben hatte sich Dr. Gudrun Seifert, promovierte Naturwissenschaftlerin, die seit ihrem zwölften Lebensjahr in Plauen wohnt - sie konnte am Ende gar keine Stimme auf sich vereinen. Außerdem ihren "Hut in den Ring" geworfen hatte die 58-jährige Diana Weber, die in Zobes wohnt und drei Stadträte von sich überzeugen konnte. Allerdings war den Statements beiden Bewerberinnen dann doch deutlich anzumerken, dass der Stuhl eines Bürgermeisters wohl etwas zu groß für sie gewesen wäre. top