Kellereinbrüche in Plauen haben sich verdoppelt

Mehr als verdoppelt hat sich die Zahl der Kellereinbrüche in Plauen binnen zweier Jahre - von 87 im Jahre 2009 auf 176 im vorigen Jahr. Und die Kurve scheint weiter steil nach oben zu gehen.

Allein in den ersten Wochen des neuen Jahres registrierte die Polizei 43 Einbrüche - meist in Mehrfamilienhäusern, wo die "Auswahl" für die Diebe entsprechend groß ist. Zudem sei es hier wesentlich leichter, durch die lediglich durch Holzlattentüren gesicherten Keller nach lohnender Beute Ausschau zu halten, sagt Oliver Wurdak von der Polizei Südwestsachsen.

Lange tappte die Polizei auf der Suche nach dem oder den Tätern sprichwörtlich im Dunkeln, doch nun ging ihnen zu Wochenbeginn ein Gaunertrio in die Fänge. Hausbewohner waren durch den verursachten Lärm aufmerksam geworden und hatten umgehend die Polizei informiert, die auch sofort eintraf. Dem Vernehmen nach erwischten die Beamten drei Männer aus Plauen und Oelsnitz, die gerade dabei waren, das Diebesgut für den Abtransport vorzubereiten.

Wurdak räumt ein, dass da auch das Glück eine Aktie hatte. "So wünscht man sich das", lacht er. Dass auf das Konto des Trios ein Großteil der Einbrüche der letzten Monate geht, sei naheliegend. Immerhin seien die Diebeszüge durch die "Unterwelt" ein Plauener Phänomen. Als Motiv vermutet die Polizei Geldnot der meist drogenabhängigen Kleinkriminellen, die alles klauen, um es postwendend weiter zu verscherbeln.

Seit die Superdroge Meth kursiere, sei der Konsum nochmals nach oben geschnellt. Ob und wo die drei Männer weiteres Diebesgut gebunkert haben, darüber liegen noch keine Erkenntnisse vor.