Keine Ruhe um Plauener Diskothek "Zooma"

Längst ist die Diskothek "Zooma" an der Kauschwitzer Schöpsdrehe in aller Munde. Doch nicht nur in positiver Hinsicht unter Tanzwütigen.

 

Auch Jahre nach der Eröffnung des Tanztempels sind Beschwerden wegen Ruhestörung noch immer an der Tagesordnung. Von Anfang an, vor beinahe fünf Jahren letztmals in größerem Umfang, hatten die Betreiber eine Reihe amtlicher Auflagen zu erfüllen. Klappernde Fenster wurden ersetzt, Teile des Mauerwerks entfernt und mit Dämmstoffen ersetzt sowie das Mischpult wie die Tonwiedergabegeräte zu einem niedrigeren Abstrahlungsbereich hin neu reguliert. Doch es tritt nicht wirklich Ruhe ein. Die Nachbarn fühlen sich saisonal immer wieder - je nach musikalischer Ausrichtung - vom Lärm der Diskothek belästigt.

Ruhe herrscht nach Aussage von Ortsvorsteher Helko Grimm nur in der Sommerpause und im Winter, wenn der auf dem Dach liegende Schnee als Schalldämpfer fungiert. Das Auf und Ab war die Ursache, dass seit Ende September 2009 abermals Messungen und Kontrollen vorgenommen wurden. Um den Jahreswechsel herum bekamen die Betreiber schließlich neue Auflagen bezüglich des Schallschutzes auferlegt, die nach Grimms Wissen bis Mitte März abzuarbeiten waren.

Zur Ortschaftsratssitzung am Montagabend nutzte der Ortsvorsteher die Gelegenheit, den anwesenden Peter Gast vom Fachgebiet für Umweltangelegenheiten zur Realisierung der Maßnahmen zu befragen. Ad hoc konnte der keine Auskunft geben, wollte sich aber kümmern. Er teilte zumindest die Meinung Grimms, dass in diesem Falle auch die Gebäude- und Anlagenverwaltung (GAV) der Stadt Plauen gefordert sei. Schließlich habe die GAV einst den Bauantrag für die Diskothek gestellt. "Das habe ich bis vor kurzem nicht gewusst", zeigte Grimm sein Unverständnis. Für ihn waren es immer die Betreiber der Disko, welche bauen wollten.

Klar sei die Stadt bemüht, freien Gewerberaum weiter zu vermieten, zeigte er Verständnis. Doch wenn dies so weit gehe, dass die GAV den Bauantrag stellt, könnten die Folgen nun nicht allein den Betreibern auferlegt werden, so Grimm. Was es im Einzelnen anbetrifft, wusste Grimm am Montagabend nicht zu sagen. Doch "ein großer baulicher Aufwand" sei nötig, die Immissionen abzubauen. Die Vibrationen aus der Diskothek werden über die Straße zu den Anliegern übertragen.  mam