Keine Förderzusage für Schulanbau in Bad Brambach

Wo bleibt die Förderzusage zum Anbau an die kleine Grundschule in Bad Brambach? Dieser Frage ging Karin Bergner, Vorsitzende des Fördervereins Grund- und Musikschule Bad Brambach, nach. Die Wahrheit schmeckt bitter, die sie von Bürgermeister Helmut Wolfram bekam. Das Programm sei "überzeichnet", so die Auskunft von der Sächsischen Aufbaubank. Der Förderantrag sei damit nicht bewilligt. Bestätigt wurde lediglich der Eingang des Antrages für den geplanten Grundschul-Anbau.

Laut Bürgermeister Wolfram könnte das die Quittung sein für die öffentlich geführte Mittelschul-Debatte. Diese verzögerte nach Wolframs Meinung das rechtzeitige Einreichen der nötigen Förder-Unterlagen erheblich. Hierbei wurden Unterschriften gesammelt für die Sanierung der ehemaligen Mittelschule. Doch erwies sich dieses Projekt am Ende für nicht finanzierbar. "Dabei lag bereits im Januar/Februar das fertige Konzept für den Grundschulanbau vor", ärgert sich Wolfram. Er habe mit Engelszugen Überzeugungsarbeit geleistet. Trotzdem ging dann der Förderantrag erst im Mai raus.

"Nun ist der Topf leer", schimpft Wolfram. Trotzdem wolle man die Hoffnung nicht aufgeben. Denn noch liegt die Ablehnung nicht schriftlich vor. "Wir unterstützen den Förderverein", versichert der Bürgermeister. Landrat Dr. Lenk, CDU-Bundestagsabgeordneter Robert Hochbaum und Landtagsabgeordneter Andreas Heinz sind informiert. Die hatten auch die Mitglieder des Fördervereins Grund- und Musikschule beim Brunnenfest "mit ins Boot" geholt. Genehmigt wurde allerdings die energetische Sanierung. So beginnt bald der Einbau neuer Fenster. Außenwanddämmung und Heizung sollen folgen.

Trotzdem bleibt das Platzproblem. Auch wenn die Klassen zahlenmäßig klein sind, als Schule mit Ganztagsangebot samt Hortbetreuung reichen die Räume nicht aus. An drei Tagen in der Woche werden Arbeitsgemeinschaften (AG) angeboten. "Bei vier bis sechs laufenden AGs ist der Platzbedarf enorm", bestätigt der Chef der Gemeinde. "Wir hatten uns so auf einen Mehrzweckraum gefreut", bedauert auch Karin Bergner die unerfreuliche Entwicklung. Gerade auch für die aktive Theatergruppe sei das Platzangebot deutlich zu knapp bemessen und erfordere logistische Höchstleistungen.

Karin Bergner weiß, wovon sie spricht. Schließlich ist sie selbst Lehrerin an der Grundschule Bad Brambach, geht allerdings bald in den verdienten Ruhestand.  "Dann fließt meine ganze Kraft in den Förderverein und die weitere Sponsorensuche", gibt sie Auskunft. "Doch jetzt brauchen wir dringend Fürsprecher in Dresden", so die Bad Brambacherin.  Marlies Dähn