Kein Stromausfall mehr im Gewerbegebiet Oberlosa

Für eine Million Euro modernisieren die Stadtwerke Plauen in diesem Jahr das Stromnetz. 12.000 Meter Mittel- und Niederspannungskabel werden neu verlegt und zwei Trafostationen ausgetauscht. Der finanziell größte Batzen - nämlich 550.000 Euro - wird zwischen Gewerbegebiet Oberlosa und Umspannwerk in Droßdorf verbaut:

Dort verlegen die Stadtwerke eine neue Doppelkabeltrasse über 3,5 Kilometer Länge. Damit soll dann Schluss sein mit gelegentlichen Stromschwankungen und -ausfällen, wie schon vorgekommen, erklärt Stadtwerke-Geschäftsführer Peter Kober. Denn bisher wurde das Gewerbegebiet Oberlosa (wie auch der Ort Oberlosa, Stöckigt und die Südvorstadt) nur von einem Kabel aus der Plauener Innenstadt heraus gespeist.

Künftig kommt der Strom auch aus einem Ringschluss im 10-kV-Mittelspannungsnetz zwischen Gewerbegebiet Oberlosa und Droßdorf. Somit kann das Gebiet aus mehreren Richtungen mit Strom versorgt werden, es besteht im Falle einer Havarie keine Abhängigkeit von nur einem Stromzugang. Verlegt wird in der Erde - das Erdkabel verläuft weite Strecken über Felder und Wiesen. Gespräche mit den Eigentümern der Flächen laufen.

Die Vorarbeiten haben Mitte August begonnen. Bauende soll 2019 sein. Niederspannungskabel mit Hausanschlüssen werden im Moment in Annen-, Krausen- und Tischerstraße verlegt. In der Moltkestraße wird die technologisch veraltete Trafo-Station durch eine neue ersetzt: Diese ist kompakt und sei deutlich kleiner als die alte. Benötige also weniger Platz, so Kober.

Während regionale Firmen wie Löbel Bau, der VSTR Rodewisch und die Elektrotechnik Plauen GmbH dort die Straßen aufgraben und Erdkabel verlegen, könne es zu Stromausfall- und -abschaltung kommen. Darüber werde man die Anwohner aber rechtzeitig informieren, so Kober. Im Moment betreiben die Stadtwerke Plauen 255 Kilometer Mittelspannungs- und 583 Kilometer Niederspannungskabel. Niederspannungs- Freileitung sind es noch 162 Kilometer.

Künftig werde die Zahl der Freileitungen wohl zugunsten von Erdkabel sinken, so Kober, der Erdkabel als weniger störanfällig bezeichnet. Heißt: "Wenn wir Freileitungen erneuern, werden wir uns überlegen, ob wir an diesen Stellen nicht auf Erdkabel umsteigen." Trafo-Häuschen kann man in Plauen übrigens 437 Stück entdecken - und der Strom wird an 52.477 Zählern abgelesen, was den Stadtwerken widerum das Geld der Kunden in die Kasse spült. Cornelia Henze